Datensätze

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Eintrag 1619
Schlagworte Sommer, nasser; Regen, anhaltender
Ortsangaben Homberg
Zeitangabe 1770
Quellenzeitangabe
Originaltext „Die „Kribbelsucht“ veranlaßte 1774 den Homberger Amtsmedicus Dr. med. Joh. Hermanni, eine Abhandlung über Ursachen, Verlauf und Heilung der Krankheit zu verfassen. Die Vermutungen über den Krankheitserreger endeten bei Dr. Hermanni in der Ansicht, das „Mutterkorn“ müsse als Ursache in Frage kommen. Der nasse Sommer 1770, der in der Erntezeit sechs Wochen anhaltenden Regen brachte, ließ das Getreide nicht ausreifen, es wuchs zur Hälfte „Tollkorn“, und dieses führte beim Verbacken und Verbrauch in der Küche, nach Meinung des Amtsarztes, zu der geschilderten Krankheit, von der in unserer Gegend noch zusätzlich überliefert ist, daß die „Krümpfsucht“ in Einzelfällen zur völligen Starrheit des Körpers führte und die Menschen zur Raserei brachte. Der Mangel an Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Fleisch war, nach Meinung des Amtsarztes, der Krankheit ebenfalls förderlich.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   21.04.2006
Beleg Georg Junker: Rundum den alten Kirchturm. Ortschronik Cassdorf. Dorf und Gemarkung in Vergangenheit und Gegenwart, Homberg 1986, S. 101 f.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3219
Schlagworte Hochwasser; Regen, anhaltender; Heu, verdorbenes; Futtermangel
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 28.7.1871
Quellenzeitangabe
Originaltext „28. Juni [1871]: Sehr großes Wasser in Folge anhaltenden Regens. Wasserstand 4 Zoll über dem vom 17. Januar 1841. Das Heu war noch nicht geerntet und wird der Schaden umso fühlbarer als die alten Vorräte und Fourage in Folge der vorjährigen Missernte aufgezehrt sind.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4; zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 26.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3246
Schlagworte Tauwetter; Schneeschmelze; Regen, anhaltender; Hochwasser
Ortsangaben Hersfeld; Fulda, Fluss
Zeitangabe 23.11.1882
Quellenzeitangabe
Originaltext „23. November [1882]: In Folge raschen Wegganges der seit dem 14. d. Mts. niedergegangenen Schneemassen, sowie durch anhaltenden Regen wieder großes Wasser, welches am Höhenmesser an der Fuldabrücke 9 ½ Fuß erreicht.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.08.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 55.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3472
Schlagworte Regen, anhaltender; Erosion; Hänge weggerissen; Unterspülungen; Gebäudeschäden; Todesopfer; Hauseinstürze
Ortsangaben Hersfeld; Kurhessen; Schmalkalden
Zeitangabe 24.11.1890 - 25.11.1890
Quellenzeitangabe
Originaltext „25. November [1890]: Gestern und heute großes Wasser in Folge anhaltenden Regens. An der Geis sind eine Anzahl Übergänge fortgerissen oder beschädigt, die Ufer und Wege verwühlt. Die hinterste Steinbrücke am Weg vom Peterstor nach dem Bahnhof hin ist in gefahrbringender Weise unterspült, an der vordersten hat die Stirnmauer Schaden gelitten. Die Wasserfluten erstrecken sich über ganz Mitteldeutschland. Größere Verwüstungen, Häusereinstürze, Verluste an Menschenleben und dergl. werden aus verschiedenen Orten unserer Provinz, besonders aus Schmalkalden, gemeldet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 189f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3521
Schlagworte Regen, anhaltender
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 8.11.1896
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am Abend [des 8. November 1896] war das [Lingg-] Denkmal geschmackvoll illuminiert und, trotz anhaltenden Regens, von einer großen Menschenmenge umstanden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.02.2011
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 255.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4019
Schlagworte Regenwetter; Regen, anhaltender; Starkregen; Bergsturz; Gebäudeschäden; Todesopfer
Ortsangaben Trubenhausen
Zeitangabe 1682
Quellenzeitangabe
Originaltext Laut Ortsvorbeschreibung des Dorfes Trubenhausen ist es im Jahr 1682 durch lang anhaltenden Regenwetter zu einem Bergsturz gekommen, dem eine Mühle, vier Häuser und elf Menschen zum Opfer fielen.
"Soll in anno 1682 in dieser Dorffschafft ein Stück Berges vom sogenannten Weissenberg, der Mühlrein genannt, worauf dermahlen die Mühle gestanden, durch langweiliges Regenwetter eingeschürret und nebst noch 4 Häusern und darin gewesenen 11 Personen in den Gelsterfluß gespület und ersoffen seyn. Es ist aber durch fleißige Arbeit der Unterthanen dieser Schutt nach und nach wieder aus dem Wege geräumt und der Gelsterfluß in die vorigen Ufer gebracht, ob nun gleich niemand von des Müllers Leuten mit dem Leben außer einer Magd, so die Retirade auf einen dabey gelegenen Quetschen Baum genommen, davonkommen, sofort doch ein ander Müller nahmens Johannes Burhenne von Großallmerode abermahls eine Mühle dahin gebauet, und weilen der Berg abermahls zu rutschen anfangen wollen, hat der Müller unter dem Berge am Wasser her eine Mauer gezogen, daß also seit langer Zeit hier von nichts mehr geäußert."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.06.2014
Beleg HStAM, Kat. I, Trubenhausen B 2; Transkription York-Egbert König.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4460
Schlagworte Regen, anhaltender; Hochwasser; Überschwemmung; Feldfrüchte, Schäden an; Bearbeitung der Felder, verhinderte; Sommergetreide, verspätete Aussaat; Früchte, ertrunkene
Ortsangaben
Zeitangabe 3.5.1837
Quellenzeitangabe
Originaltext „Kaum war es nun aber anders und die schon so lange ersehnte schöne Frühlingstage eingetreten, so wurden sie auch sogleich wieder von einem heftigen anhaltenden, mit großen Güssen angefüllten Regenwetter unterbrochen. Und ebenso geschah es denn auch, daß in Folge dieser starken Regengüsse, besonders in der Nacht vom 3ten zum 4ten Mai, sowie durch das Schmelzen der ungeheueren Schneemassen aus dem Thüringer Walde die Werra hoch aufschwoll, in die Felder floß und hier durch Überschwemmung großen Schaden an den Früchten that. Die Aussicht in die Zukunft war allenthalben sehr trübe und erregte daher viel Besorgnis in den Gemüther der Menschen. Denn der unaufhörliche Regen, das Austreten der Flüsse und Bäche, die Menge der Quellen, die selbst auf hoch liegenden Äcker hervorbrachen, verhinderten die Bearbeitung der Felder und verspätete die Aussaat des Sommergedreites oder machte sie auch gar unmöglich. Man säte deshalb noch Gerste und setzte Kartoffeln bis zum 15ten Juni. Und da auch jetzt noch alle Lachen und Tiefen voll von Wasser standen, so war auch des Einsäens derjenigen Länder, da die Früchte ertrunken waren, noch immerdar kein Ende. So hat man denn auch die Bemerkung gemacht, daß der Hafer, welcher schon aufgegangen war, als das Wasser kam, dasselbe besser vertragen konnte, als der, welcher noch in der Erde lag, und so auch die Bohnen besser als die Erbsen. Es hatte auch die schlechte Frühlingswitterung alles um vieles später als sonstens ins Leben gerufen und zur Reife gebracht. Das Korn schoß zu Anfangs Juni und die Bäume blühten um den 15ten des Monats. Erst in der letzten Hälfte des Junis nahm die schlechte Witterung eine andere Wendung.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 65.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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