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Eintrag 2570
Schlagworte Unwetter; Regenschauer, starker; Schäden an Staudamm; Überschwemmung; Schäden an Wiese; Schadensersatzansprüche, Regelung
Ortsangaben Hersfeld; Helfersgrund
Zeitangabe 1606
Quellenzeitangabe
Originaltext 1606 hatte der Apotheker Johann Halbschmidt im Helfersgrund bei Hersfeld einen Teich angelegt. "Bei einem plötzlichen Unwetter war wohl der Staudamm durch die herunterstürzenden Regenmengen gerissen, und das Wasser hatte dem unterhalb des Teiches liegenden Wiesengrundstück einer Witwe Clebe schweren Schaden angetan. Die Witwe klagte auf Schadensersatz. Aber unser Apotheker weiß sich zu verantworten: Er habe der Witwe keinen Schaden zugefügt, vielmehr sei der Schaden durch die Wasserfluten entstanden. Die Wasserfluten aber habe Gott gesandt, dem könne er doch nicht wehren. Daraufhin habe dann ein „Erbar Rath“ von Hersfeld, bei dem die Klage vorgebracht war, eine Ortsbesichtigung vorgenommen und festgestellt, daß wirklich dem Apotheker kein Verschulden treffe und die Witwe mit ihrer Klage abzuweisen sei.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2009
Beleg Wilhelm Neuhaus: Apotheker Johann Halbschmidt aus Hersfeld, in: Wilhelm Neuhaus, Geschichten von Hersfeld, Gesammelte Aufsätze aus „Mein Heimatland“, ausgewählt, bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von Michael Fleck, Hersfelder Geschichtsblätter Band
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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