Datensätze

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Eintrag 1429
Schlagworte Hagelschlag; Schaden an Wintergetreide; Ernteverluste; Bereitstellung von Saatgut
Ortsangaben Ohren
Zeitangabe 6.6.1795
Quellenzeitangabe
Originaltext "Im Jahre 1795 kam die hier wiederholt bestätigte tatkräftige Verantwortung der Landesherrschaft sogar dem ganzen Dorf zugute. Ein gewaltiger Hagelschlag hatte am 6. Juni dieses Jahres die auf dem Feld stehende Winterernte an Korn nahezu vollständig vernichtet. Auf die Bitte um Unterstützung beauftragte die Obrigkeit den Heimbürgen und die Geschworenen ein Verzeichnis aller Betroffenen anzulegen mit der Größe der bebauten Fläche und der geschätzten Ernteverluste. Hiernach erhielt die Gemeinde von jedem der beiden Landesherren 30 Malter Saatgut zu einem „billigen Preis“, der jedoch erst später festgesetzt werden sollte. Dieses Saatgut wurde nun nach den Feststellungen des
Feldgerichts im Dorf verteilt, brauchte aber vorerst nicht bezahlt zu werden. Auch diese Begebenheit darf als Hinweis dienen, daß den damaligen Landesherrschaften soziale Beweggründe nicht fremd waren. Bemerkenswert ist aber auch die unbürokratische Abwicklung dieser Hilfsleistung."
Bemerkungen Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden 352, 266.
Bearbeitungsstand   21.11.2005
Beleg Erhard Grund: 700 Jahre Ohren. 1301-2001. Eine Ortsgeschichte, Hünfelden 2001, S. 158-159.
Bearbeiter Erhard Grund
   
Eintrag 2559
Schlagworte Winter, harter; Schaden an Wintergetreide
Ortsangaben Hessen
Zeitangabe 1481
Quellenzeitangabe
Originaltext „1481 verdarb sogar das Getreide.“ (Als Folge eines erneuten harten Winters.)
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.12.2008
Beleg Georg Landau: Beschreibung des Kurfürstentums Hessen, 1842, zitiert in: 650 Jahr Friedlos, Geschichte und Geschichten eines hessischen Dorfes an der Fulda, Ludwigsau, 2001/2002, S. 48.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3475
Schlagworte Regen; Schneefall; Ostern, weiße; Schäden an Wintergetreide; Wasserleitungen, gefrorene; Gasleitungen, gefrorene; Kanäle, gefrorene
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 29.3.1891
Quellenzeitangabe
Originaltext „29. März [1891]: Ostern. Statt der nach diesem langen, äußerst harten Winter sehnlichst erhofften warmen Strahlen der Frühlingssonne bot sich dem Auge ein trübes Winterlandschaftsbild. Der mit Regen abwechselnde Schneefall nötigte uns das Osterfest im schützenden Heim zu verbringen. Es waren „weiße Ostern“. Das Wintergetreide hat durch scharfen Frost stark gelitten. Wasser-, Kanal- und Gasleitungen waren an vielen Stellen monatelang eingefroren und sind beschädigt worden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 196.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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