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Eintrag 4141
Schlagworte Nordwind; Sturm; Schneegestöber, starkes; Kälte, heftige; Schneehöhe 30–40 Schuh; Schnee, festgefrorener
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg; Haselbach; Bischofsheim
Zeitangabe 19.2.1816 - 2.3.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "Aber in der Nacht vom 19 Febr. tobten die wüthigsten Nordwinde mit starkem Schneegestöber heran, und die heftigste Kälte verbreitete sich nun über unsern Kreuzberg und seine Umgebungen. Die ältesten Klostergeistlichen, Männer von 70-80 Jahren können sich noch keiner so fürchterlichen Kälte aus der Vorzeit entsinnen, und behaupten, daß ein so hoher Schnee noch nie auf dem Kreuzberge gelegen sei. Die Fenster der Kirche und des 2ten Stockwerkes im Kloster gegen Nord=Osten sind ganz zugeschneit, und die Hunde gehen wieder bequem über die Klostermauern ins Freie. Im Winter 1814 ragten doch die Bäume des Waldmantels gegen Sandberg noch über den Schnee hervor: aber heuer im Febr. 1816 gehen die Leute auf dem 30-40 Schuh hohen und festgefrornen Schnee über die unsichtbaren Bäume und Büsche weg. Natürlich ist nun das Kloster auf mehrere Tage unzugangbar, und um demselben nur etwas Luft zu machen, muß wirklich die Gemeinde des Dorfes Haselbach durch Frohnarbeit einen Weg nach Bischofsheim öffnen. Alle Bewohner des Klosters versichern, daß sie noch nie so stürmische Tage und so grimmige Kälte erlebt haben, als die vom 18 Febr. bis 2 März 1816, und sie, (sic!) wundern sich nur, daß der Nordwind nicht das ganze Dach des Klosters zertrümmert hat."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 61–62
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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