Datensätze

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Eintrag 2473
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Schneefall, reichlicher; Tauwetter; Regen; Gebäudeschäden
Ortsangaben Kassel; Fulda, Fluss
Zeitangabe 5.1.1643 - 6.1.1643
Quellenzeitangabe
Originaltext 1643: „Die größte Wasserfluth, welche Cassel je erlebt hat, und deren Höhe bis jetzt [1865; J.E.] durch spätere Hochfluthen … niemals wieder erreicht worden ist, fand am 5. und 6. Januar 1643 statt. Nach einem sehr bedeutenden Schneefall zu Ende des Jahres 1642 trat am 3. Januar 1643 Thauwetter ein; es fing an zu regnen, und schon am 4. traten die Gewässer aus ihren Ufern, und die Fulda fing dahier am Morgen des 5. schnell an zu wachsen und erreichte bis Nachts 1 Uhr eine erschreckende Höhe, so daß sie in vielen Häusern der Unterneustadt zum zweiten Stockwerk hereindrang, und in der Kirche die Kanzel erreichte, auch einen Theil der Festungswäller zerstörte, ja die Fluth war so hoch, daß nur noch wenige Fuß fehlten und das Wasser wäre über die Brücke hinweg gegangen. […] Aber nicht nur die Unterneustadt allein wurde von dem empörten Elemente heimgesucht, auch die niedrig gelegenen Theile der Altstadt unter Wasser gesetzt, und zwar von der Schlacht und den beiden Fuldagassen her über den Marktplatz, hinter dem Judenbrunnen, Fischgasse herunter über den Töpfenmarkt, Weißenhof nach dem Brink und weiter hin zu.“ Landgräfin Juliane, der der Nassauer Hof an der Fulda gehörte, „welche hier wegen der schönen Aussicht in das Fuldathal am liebsten verweilte und solchen zu damaliger Zeit bewohnte“, konnte, da das Wasser „so ungewöhnlich schnell gestiegen“ war “nur noch mittelst eines Gerüstes aus dem Hause gerettet“ werden. „Auch rissen die Fluthen am Ahnaberger Thore gleichzeitig einen großen Theil des Festungswalles ein. – Der höchste Stand der Fluth erreichte die ungewöhnliche Höhe von 18 ¾ Fuß über dem Nullpunkte des auf der Schlacht am Rondell der Kattenburg befindlichen Pegels …. Kaum hatte man sich aber von dem Schrecken der Ueberschwemmung erholt, als vom 24. auf den 25. Januar ein fürchterlicher Orkan zu wüthen begann, der eine Menge einzeln stehender Gebäude, welche durch das Wasser erweicht waren, umgeworfen hat. “
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.02.2008
Beleg Die Ueberschwemmungen in früheren Zeiten zu Cassel, in: Casseler Tagespost, Nr. 1093 vom 12. April 1865, S. 1-3, hier S. 2.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 2486
Schlagworte Winter, strenger; Kälte, große; Schneefall, reichlicher
Ortsangaben Kassel
Zeitangabe 12.1783 - 2.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext 1784: „Nach einem langen anhaltenden ununterbrochenen Winter bei bedeutender Kälte und großem Schneefall trat gegen Ende Februar 1784 Thauwetter ein, worauf am 25. desselben Monats das Eis der Fulda brach, und das Wasser am 27. seinen höchsten Stand erreichte. […] Durch die Werra wurden die Brücken bei Heimboldshausen und Philippstahl hinweg gerissen, die Fulda nahm 6 Bogen der Brücke bei Röhrenfurth mit hinweg, und die Lahn zerstörte die Nähebrücke.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.02.2008
Beleg Die Ueberschwemmungen in früheren Zeiten zu Cassel (Schluß), in: Casseler Tagespost, Nr. 1094 vom 13. April 1865, S. 1-2, hier S. 2.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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