Datensätze

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Eintrag 1715
Schlagworte nass; sonnig; hell; Schneetreiben
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 9.1849
Quellenzeitangabe
Originaltext "September naß hell Sonnen Schein nach mitag trib Schnee"
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Bundeslandes Hessen, sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   28.07.2006
Beleg Hausbuch des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1718
Schlagworte nass, wenig; sonnig; Schneetreiben
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 12.1849
Quellenzeitangabe
Originaltext "December ein wenig naß, Sonnschein u. trib Schnee"
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Bundeslandes Hessen, sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   28.07.2006
Beleg Hausbuch des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1967
Schlagworte Unwetter; Schneetreiben
Ortsangaben Arnsberg
Zeitangabe 27.3.1581
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ist eine beschwerliche tagreise [von Bilstein nach Arnsberg], schnees und ungewitters halben, gewesen, bin gleichwoll gen Arnßberg kommen."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 2070
Schlagworte Unwetter; Schneetreiben; Kälte
Ortsangaben Schnellenberg
Zeitangabe 28.11.1601
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ich reite mit meinem son in großem schneeungewitter und kelte nach dem Schnellenbergh […]."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 3357
Schlagworte Schneetreiben
Ortsangaben Brandenstein, Burg
Zeitangabe 3.1896
Quellenzeitangabe
Originaltext 1895 wurde die Burg Brandenstein wurde von Gustav von Brandenstein, einem pensionierten, württembergischen General der Infantrie, wegen der Namengleichheit der Burg und des Berges mit seinem adeligen, ursprünglich aus Thüringen stammenden Familiennamen gekauft. „Der Umzug von Dresden erfolgte im März 1896 bei starkem Schneetreiben.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   30.01.2010
Beleg Burg Brandenstein und ihre Besitzer in 750-jähriger Geschichte, hg. v. Isa von Brandenstein, Schlüchtern, 2. Aufl. 1977, o. S.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3627
Schlagworte Sturm; Schneetreiben; Frost; Todesopfer
Ortsangaben Willmars; Oberelsbach; Hohe Rhön
Zeitangabe 25.2.1803
Quellenzeitangabe
Originaltext „Auf dem Weg von Oberelsbach zum Steinernen Haus stößt der Wanderer in der Flurabteilung Birkete auf die Naturparkeinrichtung „Gänsbrunnen“. Hier stand einst ein Steinkreuz …(es wurde 1923 und 1948 jeweils versetzt) … Dieses Kreuz, … erinnert an eine tragische Winternacht im Februar 1803. Pfarrer Kellermann aus Willmars hat dazu im Pfarrmatrikel ein herzzerreißenden Bericht hinterlassen:
Am 25. Februar 1803 ging der Tagelöhner Matthäus Rottmann mit seiner fünfzehnjährigen Tochter Maria Katharina aus seinem Wohnorte Willmars in Franken, um bei einem früheren und barmherzigen Dienstherrn auf dem Rhöngebirge karg bezahlte Arbeit zu erbetteln. Ein wilder Winter hatte seine Armut in höllisches Elend verkehrt. Mit Weib und Kindern hauste er in einem dunklen Stall, vor dem sich ein Tier grausen mochte. Ihnen fehlte das trockene Brot, und die abgezählten Saatkartoffeln – letzte Quelle ihrer Hoffnung – waren erfroren. So zog er aus mit seinem Töchterlein.
Den Tod schleppte er mit sich in der Brust. Und als sie eine halbe Stunde vom Steinernen Haus bei Oberelsbach ankamen, warf ihn der Schlagfluss dahin. Ein nachtlanger Froststurm mit Schneetreiben stürzte über die beiden Menschen. An dritten Tag in der grauen Frühe fand man sie. Und wer sie sah – und mochte sein Herz steinern sein – dem brannten die Augen von Tränen. Da lag das Kind, im grauen Hemdchen und zerlöcherten Strümpfen. Sein Kittelchen hatte es unter das Haupt des lieben Vaters geschoben, mit dem Kleidchen hatte es seinen Leib bedeckt und um seine Füße die wollene Mütze gedreht. Und als das treue Töchterlein ihn nicht mehr erwärmen mochte, hatte es sich mit seinem jungen Leib über ihn hingestreckt, sein Gesicht in ihre Hände gebettet, ihren Mund auf seine kalten Lippen gepresst. So war auch die Tochter vom eisigen Tode angerührt worden. Himmlischer Friede schien über ihre Stirn hinzuschimmern, und die Tränen auf ihren Wangen waren gefroren.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   03.06.2012
Beleg Kramm, Heribert: Tod am Gänsbrünnchen in der Hohen Rhön. Pfarrer Kellermann aus Willmars berichtet, in: Buchenblätter 83 (2010) 104, Nr. 26, 20.12.2010.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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