Datensätze

Seite: 1

Eintrag 3350
Schlagworte Sonnenfinsternis; Sturm; Sturmschäden an Bäumen; Sturmschäden an Hecken; Sturmschäden an Feldfrüchten; Missernte Heu
Ortsangaben Hohlhanse
Zeitangabe 18.7.1841
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 18. Juli 1841 schreibt Adam Müller aus Hohlhanse folgendes:
‚Merkwürdige er Eigniße auf gezeignet zum andenken als im Jahr 1841 den 18. Juli [1841] ward eine Sonnenfinßterniß nachmittags um 3 Uhr der anfang war um 1 Uhr das ente um 4 Uhr die verursachte einen so starken Wind der so lang anhilt bis nacht der in den Wäldern so viele bäume niter riß und das Obst von den bäumen riß wo a das laub an hecken und bäumen an der Süd West Seite dürre wurde auch das Korn und das Kraut abständig wurde und auf den Wissen manchem bey zwey Fuhr Heu mit weg genommen auch im unterland wo das Korn noch stand und Reif war ausgeschlagen ein solcher starker Wind wie im Jahr 1800 der gantze Wälder daniter Riß.‘“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Klaus Frischkorn: Alte Heubacher Schriften, in: Bergwinkel-Bote 33 (1982), S.104–105, hier S. 104.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4458
Schlagworte Sonnenfinsternis
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 15.5.1836
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1836, den 15. Mai des Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, hatten wir die Erscheinung einer überall großen und totalen Sonnenfinsternis. Es war gerade Sonntag und eben darum gingen denn auch die Menschen umso mehr noch ins Freie hinaus, sahen gen Himmel empor und bewunderten hier das an der Sonne sich ereignete Naturereignis. Um 3 Uhr nahm sie ihren Anfang, wo man zuerst am östlichen Rande der Sonnenscheibe einen schwarzen Fleck bemerkte, der allmählich nach Westen zu immer größer und größer wurde und bis 4 Uhr die ganze Scheibe, gleich einem Flor, überzogen hatte. Auf der Erde war nun ein düsterer Schatten und tiefe Dunkelheit herrschte nun über Berg und Thal. Es schien die Natur gleichsamst traurig über das verbirgte Angesicht ihrer Königin zu seyn, denn es war alles stille. Der Gesang der Vögel war verschwunden und das Gurren der Turteltaube hörte man nicht mehr. Selbst um die Berge herum schien es dämmern zu wollen, das aber durch eine nach 4 Uhr am westlichen Rande der Sonnenscheibe sich zeigende Helligkeit wieder unterbrochen wurde. Diese Helligkeit nahm nun auch wieder, eben wie zuvor die Verfinsterung gethan, nach Osten hin zusehends zu und hatte somit nach 5 Uhr die ganze Sonnenscheibe wieder erleuchtet. Das Ende der ganzen Verfinsterung war jetzt vorüber. Es war wieder helle wie zuvor, die Menschen erfreuten sich eines schönen Frühlingsabends, die Vögel sangen, und das schöne Lied der Nachtigallen ertönte unaufhörlich wieder.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   27.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 61.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

Seite: 1