Datensätze

Seite: 1

Eintrag 2633
Schlagworte Sperlingsplage
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 1854
Quellenzeitangabe
Originaltext „1854 herrschte eine Sperlingsplage, die den Landrat zur Verfügung veranlasste, jeder Einwohner habe binnen kurzem sechs tote Sperlinge abzuliefern oder werde zu einer Strafe herangezogen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.03.2009
Beleg Hans-Günther Kittelmann: Kleiner Führer durch die Geschichte der Stadt Rotenburg, Rotenburg 1995, S. 46.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3349
Schlagworte Sperlingsplage
Ortsangaben Breitenbach; Breunings; Elm; Gundhelm; Herolz; Hintersteinau; Hutten; Kressenbach; Marborn; Neuengronau; Oberzell; Salmünster; Soden; Steinau; Weichersbach
Zeitangabe 10.1854
Quellenzeitangabe
Originaltext „Nachdem die Gemeindebehörden von Breitenbach, Breunings, Elm, Gundhelm, Herolz, Hintersteinau, Hutten, Kressenbach, Marborn, Neuengronau, Oberzell, Salmünster, Soden, Steinau und Weichersbach sich dahin ausgesprochen haben, daß in ihren Gemeinden die Sperlinge sich im Übermaße vermehrt hätten, so daß Maßregeln zu ihrer Verminderung ergriffen werden müssten, so wird hierdurch bis zu anderweitiger Verfügung Folgendes angeordnet:
1) In den obengenannten Gemeinden hat jeder Hauseigentümer, welcher Garten oder Feldgrundstücke besitzt, innerhalb des Zeitraums vom 1. Januar bis Ende März vier Sperlinge an den Ortsvorstand abzuliefern.
2) Die Ablieferung geschieht Sonnabends zwischen 11 und 12 Uhr.
3) Die Lieferung der am 31. März noch rückständigen Sperlinge ist vom Gemeinderathe Anfangs April unter Bestimmung eines kurzen Termins öffentlich zu verdingen und der Kostenbetrag gegen die Säumigen beitreiben zu lassen.
Die Herrn Bürgermeister der genannten Orte haben vorstehende Anordnung in üblicher Weise zur öffentlichen Kenntnis zu bringen, Bekanntmachungsbescheinigung binnen 8 Tagen einzusenden und über den gehörigen Vollzug zu wachen.
Sobald ein Übermaß von Sperlingen nicht mehr besteht, so ist die Zurückziehung der Anordnung zu beantragen.

Schlüchtern, den 16. October 1854
Cöster
Kurfürstliches Landraths-Amt“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   26.01.2010
Beleg So wieherte der Amtsschimmel!, in: Bergwinkel-Bote 26 (1975), S. 69.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4394
Schlagworte Sperlingsplage
Ortsangaben Waldeck
Zeitangabe 9.1738
Quellenzeitangabe
Originaltext "Dass um 1738 die Bekämpfung [von Sperlingen; J.E.] verfügt wurde, weist auf eine zu der Zeit um sich greifende Sperlingsplage. Ähnlich handelte die Regierung von Waldeck. Sie ließ am 25. September 1738 die Ämter in ihrem Fürstentum darüber berichten, ob und wie man in der Vergangenheit gegen Sperlinge vorgegangen war. Beiläufig wurde erwähnt, dass die benachbarten Landesherrschaften tätig waren. Man wollte also entsprechend nachziehen. Dies belegt, dass zu der Zeit die Sperlingspopulation stark anwuchs, und lässt zugleich auf laufende Maßnahmen auch in Hessen-Kassel schließen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.12.2016
Beleg Niklot Klüßendorf: Die Stadt Ziegenhain und die „Sperlingssteuer“ (1738), in: Schwälmer Jahrbuch 2017 (2016), S. 58–65, hier S. 62.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

Seite: 1