Datensätze

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Eintrag 4158
Schlagworte Sturm, heftiger; Schneemassen
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg; Reußendorf; Weißbach; Haselbach
Zeitangabe 3.3.1816 - 5.3.1815
Quellenzeitangabe
Originaltext „Vom 3ten bis 5ten März 1816 häufte sich bei heftigen Windstürmen die schon tief gefrorne fürchterliche Schneemasse zu einer Höhe, dergleichen man hier seit Menschen Gedenken nicht gesehen hat. Der untere innere Theil des Klosters gegen Nord=Osten glich einem heiligen Grabe: in der Küche und in meinem Zimmer mußte am hellen Tage Licht angezündet werden, wenn man zur Arbeit sehen wollte; das große Thor mit der ganzen Mauer war so zugeschneit, daß man davon so wenig sah, als von den vier Mauern des Klostergartens. Auf vier Stunden Wegs gegen Westen war nur Schnee zu sehen, und kaum erblickte man noch durch ein Fernrohr die Dächer des gegenüber auf einem Berge liegenden Dorfes Reußendorf. Und dennoch kamen am 5ten März vier Leute aus Weißbach und Haselbach ganz erstarrt auf den Kreuzberg, um ihre Andacht zu verrichten. Sie waren bis an die Brust im Schnee gewatet, merkten erst auf der Mitte des Kreuzbergs die schreckliche Gefahr. Ihr frommer Sinn kräftigte sie zur Besiegung aller Hindernisse, und auf die Frage des Hrn. P. Guardians, wie sei es hätten wagen können, bei solcher Witterung den Weg zu gehen? antwortete eine 50jährige Frau: „Sie han recht; es sen mir aber gar nit hart ankoma; the hail Antoin han uns us the mächtik grahm Schnä g’holfa!“ (Sie haben recht; es ist mir aber gar nicht hart angekommen; der heilige Anton hat uns aus dem mächtig großen Schnee geholfen!)“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 236–237, Anmerkung
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4233
Schlagworte Sturm, heftiger; Orkan; Dächer, abgedeckte; Obstbäume, entwurzelte
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 31.12.1833 - 1.1.1834
Quellenzeitangabe
Originaltext "… in der Neujahrsnacht 1833/34 trat nochmals ein orkanartiger Sturm auf und blies die Ziegeln von den Dächern. Es entstand daraufhin ein Mangel an Ziegeln, sodass die Dächer vorübergehend mit Stroh abgedeckt wurden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.11.2015
Beleg 750 Jahre Grebendorf. 1262–2012, herausgegeben anlässlich des Jubiläums im Jahre 2012 vom Arbeitskreis „Geschichte Grebendorf“ und der Gemeinde Meinhard, Grebendorf 2012, S. 208–209.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4234
Schlagworte Sturm, heftiger; Orkan; Dächer, abgedeckte; Bäume, entwurzelte
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 1833
Quellenzeitangabe
Originaltext "1833 wütete ein sehr heftiger Sturm, der schon fast einem Orkan glich, in unserer Gegend, sodass die Häuser umzustürzen drohten. Die Ziegeln flogen wie Spreu durch die Lüfte. Wo man auch hinsah, waren Höfe, Straßen, Gärten mit zerbrochenen Ziegeln bedeckt, Obstbäume wurden entwurzelt, Äste abgerissen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.11.2015
Beleg 750 Jahre Grebendorf. 1262–2012, herausgegeben anlässlich des Jubiläums im Jahre 2012 vom Arbeitskreis „Geschichte Grebendorf“ und der Gemeinde Meinhard, Grebendorf 2012, S. 208.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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