Datensätze

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Eintrag 69
Schlagworte Himmelserscheinung; Krankheit; Seuche; Tote
Ortsangaben Hessen-Kassel
Zeitangabe 1680
Quellenzeitangabe
Originaltext "... ist den 10 Novembris ein erschrecklich Chasma unnd fewerzeichen gesehen worden / darauff als baldt ein geschwinde allgemeine kranckheit und seuche / welche die Medici febrim malignam cum catarrho feu catarrhosam genennet / ingerissen / so das Land in grosser eil durchflogen / und schier keinen menschen unbetretten und unangefochten gelassen. Es kam aber die leut mit einer hitze an / worden heischer / also daß sie kaum lallen konten / und wurden umb die brust und hertz hart bedrenget / werete aber nicht viel ueber drey tage / nach welchem sich als dann die kranckheit mit einem husten geendet: Doch sindt hieran wenig leute gestorben."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   28.02.2005
Beleg Wilhelm Dilich: Hessische Chronica, Cassel 1605, p. 336.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1198
Schlagworte Unwetter; Starkregen; Überschwemmungen; Schäden an Gebäuden und Vieh; Tote
Ortsangaben Berneburg; Heyerode
Zeitangabe 14.6.1864
Quellenzeitangabe
Originaltext "1864 wurde Berneburg - wie auch Heyerode - von einer schweren Wasserflut heimgesucht. Sieben Menschen und weit über 1.000 Stück Vieh kamen dabei ums Leben, der Ort wurde verwüstet."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.09.2005
Beleg http://www.stadt-sontra.de/Stadtteile/Berneburg/body_berneburg.html [01.09.2005]
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1200
Schlagworte Unwetter; Starkregen; Überschwemmungen; Schäden an Gebäuden und Vieh; Tote
Ortsangaben Reichensachsen
Zeitangabe 14.6.1864
Quellenzeitangabe
Originaltext "Von einer schweren Naturkatastrophe wurde das Dörfchen Berneburg südlich von Sontra in den Abendstunden des 14. [Juni] heimgesucht, von welcher auch Reichensachsen durch Überschwemmungen schwer betroffenwar. Mannshoch wälzte sich eine schmutziggelbe Flut durch das ganze Dorf und vernichtete Menschen und Tiere. Als erster fiel der Müller Franz Ludwig Kranich, Besitzer der Obermühle, der Katastrophe zum Opfer. Insgesamt starben 7 Mensch[en]. Außer den Opfern an Menschenleben waren 6 Pferde, 41 Stück Rindvieh, 63 Schweine, 780 Schafe, 10 Ziegen und zahlreiche Hühner, ja sogar Gänse in den Fluten umgekommen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   15.09.2005
Beleg Reichensachsen. Ein Heimatbuch, hrsg. zur 750-Jahr-Feier 1253-2003, Reichensachsen 2003, S. 564.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1424
Schlagworte Wolkenbruch; Tote; Vieh, ertrunkenes
Ortsangaben Berneburg
Zeitangabe 14.6.1864
Quellenzeitangabe
Originaltext „Wolkenbruch von Berneburg ... dem 8 Menschen, 100 Rinder, 2600 Schafe und Schweine zum Opfer fielen“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.10.2005
Beleg Philipp Losch: Geschichte des Kurfürstentums Hessen 1803-1866, Marburg 1922, ND 1972, S. 328, Anm. 1.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1970
Schlagworte Schneefall, starker; Unwetter; Tote
Ortsangaben Paderborn
Zeitangabe 13.1.1582
Quellenzeitangabe
Originaltext "Dißen nacht ein schrecklicher schnee gefallen. Ich schreib an her Jurgen Spiegel in seiner schwachheit, daß ich ongewitters halben nicht zu s[einer] erw[urden] kommen konne. […] Ein erschreckliche zeit, ettliche leut pleiben todt im schnee."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 2379
Schlagworte Kälte; Frost; Tote
Ortsangaben Vacha
Zeitangabe 7.8.1640
Quellenzeitangabe
Originaltext "Um diese Zeit ist bei uns solch große Kälte gewesen, daß wir im Lager bald sind erfroren, auf der Straße sind diesmal 3 / Personen erfroren, ein Reiter, ein Weib und ein Junge. Dies ist geschehen den 7. August im Jahr 1640."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.01.2008
Beleg Ein Söldnerleben im Dreißigjährigen Krieg. Eine Quelle zur Sozialgeschichte, hrsg. von Jan Peters, Berlin 1993, S. 166.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3198
Schlagworte Starkregen; Überschwemmung; Gebäudeschäden; Tote; Ertrunkene
Ortsangaben Eichelsdorf
Zeitangabe 29.8.1674
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 29. August 1674 hat sich in der Nacht ein großer Regen und Wasserguss erhoben. Da dann das Gewässer im Dorf dermaßen angestiegen und gewachsen, dass es Häusertief beim Pfarrhaus gewesen. Warf das Neuerbaute Schulhaus über einen Haufen, dass die Schulmeisterin samt zwei Kindern im Wasser gestorben. Der Schulmeister aber samt zwei Kindern lebendig erhalten worden. Fing um 10 an zu regnen, um 12 lag das Schulhaus schon über einem Haufen." Zitiert aus der Ortschronik, abgedruckt in den Heimatglocken 1923.
Bemerkungen Text von Oliver Lein unter Verwendung von: 800 Jahre Eichelsdorf 1187-1987, zusammengestellt von Hans- Werner Knaus und Bruno Plitzkow auf Basis der Sammlung des Heimatforschers Wilhelm Würz.
Bearbeitungsstand   22.07.2009
Beleg http://www.nidda-eichelsdorf.de/eichelsdorf.html [22.07.2009]
Bearbeiter Dieter Wunder
   
Eintrag 3203
Schlagworte Hitze; Gewitter; Blitz; Donner; Wolkenbruch; Starkregen; Überschwemmung; Gebäudeschäden; Menschen, ertrunkene; Tote; Brücken, eingestürzte; Vieh, ertrunkenes; Erosionserscheinungen; Wiesen, weggespülte
Ortsangaben Eschenrod; Ober-Schmitten; Eicheltal; Wingershausen; Eichelsachsen; Eichelsdorf; Unter-Schnitten; Nidda
Zeitangabe 3.6.1826
Quellenzeitangabe Pfingstsamstag
Originaltext "Das Eicheltal wird von einer Wasserflut schwer heimgesucht. Ich will dazu einen Bericht über das Unwetter aus dem Kreisanzeiger zitieren, der es treffend beschreibt:
Ein denkwürdiger Tag für Eschenrod:
Verheerendes Wasser vor 150 Jahren Männer, Frauen und Kinder wurden ein Opfer der rasenden Fluten.
Die Chronik berichtet, dass es am Morgen des 3. Juni 1826 sehr heiß gewesen war. Gegen Mittag entstanden Gewitter, die sich unter fürchterlichem Donner und Blitzen des Nachmittags um vier Uhr nach dem Bilstein zogen und dort eine Zeit lang hängen blieben, bis sie, den Tag zur düsteren Nacht verwandelnd, in einem Wolkenbruch sich entluden. Da dieses am Fuße des Bilsteines stattfand, so schossen die Wassermassen rasch ins enge Tal herab nach Weidmühle zu und bildeten bald einen mehr denn fünfzehn Fuß tiefen Strom, der alles Gestein und Gehölz, das er unterwegs antraf samt der Scheune des Weidmüllers Johs. Buß mit unwiderstehlicher Gewalt mit sich fortriss. Wäre nun das Bett des Baches durch Eschenrod weiter und tiefer gewesen, so hätten die Wassermassen leichter abfließen können allein, dasselbe war leider nur ein schmaler Graben, gar noch mit Steinen hier und dort versperrt, berichtet die Chronik weiter.
Die mehr denn 20 Fuß Höhe angeschwollene Flut warf sich auf die unter der Brücke am Eingang ins Dorf stehende Scheuer des Johs. Böcher, welche in den engen Bachlauf stützte. Da teilte sich der Strom. Er trat zur Hälfte in die Obergasse ein und nahm zuerst das Zöllersche Haus mit. Das in den Strom stürzende Haus gab den wütenden Wassern die Richtung nach dem unter dem Wege jenseits des Baches stehenden Hauses des Johann Heinrich Heun, das alsbald zusammenbrach und den Eigentümer nebst seiner Frau, vier Kindern und einer Pflegetochter unter seinen Trümmern begrub. Da dieses Haus rasch von den Fluten in das Bett des Baches gerissen wurde, so ging die größere Flut die Strasse herab und stürzte sich auf die unterhalb des Schulhauses quer stehende Wohnung des Johann Heinrich Hermann. Auch dieses Haus stürzte bald zusammen und es fand darunter die hochschwangere Ehefrau des Hermann, seine drei Kin­der, sein Knecht und der Sohn eines Nachbarn den Tod. Hermann selbst war abwesend im Feld.
Das Pfarrhaus schien nun die nächste Beute des furchtbaren Elementes werden zu sollen. Allein Gottes gnädige Hand, so berichtet der Pfarrer, führte die Wasser von demselben ab und rettete den alten Pfarrer, seine Frau, Schwiegermutter und Magd, die sich einander die Hände reichend, betend, dem Willen Gottes befahlen. Schon wankte nämlich das Haus, da ward vorn Strome die Gartenmauer hinweggerissen und das entfesselte Element prallte wider das unter dem Pfarrgarten stehende Haus des Johann Georg Buß. Pfarrer Köhler und die Seinigen sahen die in die obere Stube und auf den Boden geflüchteten Nachbarsleute die Hände flehend ausstrecken, das Haus unter furchtbaren Krachen zusam­menbrechen, eine Staubwolke aufsteigen und dann das Haus von den Wellen fortreißen. Buß selbst, seine Frau und vier Kinder fanden in den Fluten den Tod. Die dem Bußschen Haus gegenüber stehende Kirche schützte die vor ihr stehende dicke Linde, an welcher sich Bauholz und Steine festsetzten, die die Wellen abwendeten.
Am Ende des Dorfes nahm der Strom noch das fast am Bache stehende Haus des Georg Weigand mit, in welchem sich des Eigentümers Gattin und einzige 20 jährige Tochter befanden. Alle kamen um,
Außerdem waren noch 30 Gebäude in Eschenrod mehr oder weniger beschädigt, drei Backhäuser und zwei Brücken völlig weggerissen. Und alles dieses war in weniger als einer halben Stunde geschehen.
Ein schreckliches Bild bot sich den Eschenrödern dar, als sie anfingen, sich von ihrem Schrecken zu erholen. Man eilte zur Rettung, sobald das Gewässer zu sinken begann. Allein von den unter den eingestürzten Häusern Begrabenen war niemand mehr zu retten. Die Wellen hatten sie mit sich fortgerissen oder sie lagen dort unter Balken und Steinen. Die Ehefrau des Johann Heinrich Heun hing 18 Fuß hoch tot in den Ästen des hinter dem Pfarrhaus am Stege stehenden Nußbaumes. Der größere Teil der Verunglückten war bis Eichelsachsen, einige sogar bis Eichelsdorf und Ober- Schmitten geflossen, wo sie auch beerdigt wurden. Im Wiesengrund und Wingershausen lag ertrunkenes Vieh, das nicht von den Ketten hatte loskommen können, noch an den Futterkrippen hängend. Haus und Küchengeräte, Werkzeug und Kleidungsstücke, Laibe Brot, Stücke von geräucherten Schweinefleisch, Wagen, Pflüge und so weiter lagen verstreut im Grund bis Eichelsachsen und selbst in Eichelsdorf. Felder und Wiesen waren vom Wasser zerrissen und die Ortsgasse in Eschenrod in einen tiefen und weiten Bach verwandelt, während das frühere Bett des Baches gänzlich verschüttet und teilweise mit Steinen gefüllt war.
Zu diesem Bericht braucht es wohl keinen Kommentar, ich will ihn aber trotzdem noch erweitern mit Teilen eines Berichtes über das übrige Eicheltal, verfasst von Jean Diehl, Ober-Schmitten: Die Schaf- und Viehherden vom Gebiet des Bilstein heimkehrend fanden den Dorfeingang von Busenborn durch eine wogende Wasserfläche versperrt. Auf weitem Umweg über Breungeshain kamen sie später heim in die Ställe. Übergehen wir jetzt Eschenrod. In Wingershausen, das sich mehr an den Hang anlehnt, fordert die Flut nur ein Todesopfer. Frau Johanna Eliesabetha Löwener, die wertvolle Habe retten will aus dem Haus, wird vor den Augen ihres Mannes niedergerissen und fortgespühlt. 4 Ställe und 1 Scheune verschwinden spurlos. 6 Gebäude werden mehr oder weniger stark beschädigt. Eichelsachsen beklagt 5 Tote. Das Wohnhaus der Wwe. Johanna Eliesabetha Rau weicht den Fluten, die Frau mit ihren 4 Kindern findet in den Wellen ihr Grab. Die Zehntscheuer wird z.T. von den Fluten weggerissen. In den talwärts gelegenen Gemeinden mit breitem Talgrund vermögen die Wassermassen, die erheblich an Gefälle eingebüßt haben, nicht so großen Schaden anzurichten. Menschenleben sind dort nicht mehr zu beklagen. Wohl steht in Eichelsdorf die gurgelnde Wasserflut mannshoch über der Straße, reißt das Gemeindebrau- und Backhaus fort, aber ihre mörderische Gewalt ist gebrochen. Das Wasser überschwemmt die weiten Wiesengründe westlich des Dorfes, dringt in die tief gelegenen Teile Ober- und Unter-Schnitten ein, auch in Nidda, ohne beträchtlichen Schaden anzurichten. Gegen 7 Uhr abends hellt der Himmel auf, das Wasser fällt. Die Nacht breitet ihren Schleier über ein Trümmer- und Leichenfeld. Es ist Pfingstsamstag, alles hatte sich auf das Fest vorbereitet, aber das Schicksal wollte es anders.
Pfingstsonntag 1826: Die Wasser haben sich verlaufen. Das überschwemmte Gebiet bietet einen Anblick des Entsetzens und Grauens. In Eschenrod sind 26 Gebäude vernichtet, 29 mehr oder weniger beschädigt. Klaftertief ist der Boden ausgerissen. Die chaussierte Dorfstraße ist unpassierbar, das Wasser hat breite Spalten in ihren Leib gerissen. Die Leiche der Mutter Heun hängt fast 7 m. hoch in den Ästen eines Nußbaumes. Eine ihrer Töchter ist in den Georg Theisschen Hausflur in Wingershausen geschwemmt, eine nach Eichelsachsen und die Pflegetochter bis nach Eichelsdorf geschwemmt. Verängstigte Bewohner aus dem schwer heimgesuchten Gebiet, noch ganz im Banne des Schreckens, durcheilen den verwüsteten Wiesengrund, entführte Habe zu suchen. Schutt, Steine, Geröll, Bau- und Brennholz, Kleider, Acker-, Küchen- und Hausgerät, Pfosten, Balkenwerk, aufgetriebene Tierleichen und entstellte Menschenleiber sperren den Weg. 26 Tote werden am Pfingstsonntag geborgen, am Pfingstmontag der Erde übergeben. Die Eichelsächser begraben 12, die Eichelsdorfer 8 auf eigenem Friedhof. Nach der 27. Leiche sucht man vergebens, erst nach Wochen entdeckt man sie im Talgrund von Eichelsachsen von Schutt und Geröll verdeckt. So ist das Leben, nur 2 Stunden hat der Spuk gedauert, aber unsägliches Leid und Schaden angerichtet. Was Generationen aufgebaut, ein böser Hauch, Minuten und alles ist dahin. "
Bemerkungen Text von Oliver Lein unter Verwendung von: 800 Jahre Eichelsdorf 1187-1987, zusammengestellt von Hans- Werner Knaus und Bruno Plitzkow auf Basis der Sammlung des Heimatforschers Wilhelm Würz.
Bearbeitungsstand   22.07.2009
Beleg http://www.nidda-eichelsdorf.de/eichelsdorf.html [22.07.2009]
Bearbeiter Dieter Wunder
   
Eintrag 4226
Schlagworte Ernte, magere; Seuchen; Hungertyphus; Ruhr; Pest; Tote
Ortsangaben Nassau; Dillenburg; Frankfurrt am Main
Zeitangabe 1625 - 1626
Quellenzeitangabe
Originaltext "In Nassau kamen zu einer mageren Ernte drückende Einquartierungen und böse die verschiedenen Landesteile verheerende Seuchen. In Dillenburg folgte auf Hungertyphus und Ruhr die Pest. Furchtbar schwang „der schwarze Tod" seine Sichel schonungslos über die Stadt. Am 18. Dezember 1625 begann die Krankheit und dauerte bis zum 30. Oktober 1626; in 10 Monaten starben 378 Personen, ein Drittel der Bevölkerung. (...)
Auch in Frankfurrt a. M. kehrte die Seuche ein und verursachte größere Sterblichkeit. Die gewöhnliche Sterbeziffer mit 700 erhöhte sich auf 1871. Man öffnete daher das Pestilenzhaus. Dieser Krankheit erlagen in 3 Monaten 3 Stadtärzte. Der Frankfurter Arzt L. v. Hörnigk spricht in seiner Schrift „Würgengel" den Tadel aus, daß man bei dem Ausbruche der Pest die nötigen sanitären Vorkehrungen gegen die Verbreitung unterlassen habe."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.10.2015
Beleg Gottfried Lammert: Geschichte der Seuchen, Hungers- und Kriegsnoth zur Zeit des Dreissigjährigen Krieges 1625–1635, Wiesbaden 1827, S. 68. (Stand: 24.10.2015).
Bearbeiter Michael Adam
   
Eintrag 4228
Schlagworte Pest; Märkte, Aufhebung; Winter, kalter; Tote
Ortsangaben Wimpfen am Neckar
Zeitangabe 1625 - 1626
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der Magistrat von Wimpfen am Neckar (Hessen) hatte schon im Vorjahre wegen der in der Umgegend sich zeigenden Pest verboten, auswärtige Märkte zu besuchen, er hob die heimischen auf, stellte Wachen aus und dergleichen. Trotzdem wurde die Stadt nach dem kalten Winter von der Seuche heimgesucht. „Die armen Leute fielen wie Mücken um."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.10.2015
Beleg Gottfried Lammert: Geschichte der Seuchen, Hungers- und Kriegsnoth zur Zeit des Dreissigjährigen Krieges 1625–1635, Wiesbaden 1827, S. 82. (Stand: 24.10.2015)
Bearbeiter Michael Adam
   
Eintrag 4230
Schlagworte Missernte; Hungersnot; Seuchen; Tote
Ortsangaben Nassau; Hanau; Langenselbold
Zeitangabe 1629 - 1630
Quellenzeitangabe
Originaltext "In Folge der vorjährigen [1629; M.A.] mißratenen Ernte erreichte das Elend in Nassau eine schreckliche Höhe, sodass in allen Teilen des Landes viele Menschen durch Hunger umkamen. Man backte Brot auch Eicheln, Hanfkörnern und Wurzeln; doch war der Hunger hiermit nicht zu stillen. Dabei herrschten in verschiedenen Teilen des Landes ansteckende Seuchen, welche die Menschen hinrafften. […] Das Maingebiet blieb auch nicht ganz von Seuchen verschont. Während der Einschließung der Stadt Hanau (6. Dez. 1629 bis 12. März 1630) durch den kaiserl. Oberst Witzleben brach die von den Soldaten mitgebrachte Pest aus, welche auf dem Lande viele Opfer forderte. So grassierte sie auch in dem unfernen Dorfe Langenselbold."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.10.2015
Beleg Gottfried Lammert: Geschichte der Seuchen, Hungers- und Kriegsnoth zur Zeit des Dreissigjährigen Krieges 1625–1635, Wiesbaden 1827, S. 109. (Stand: 24.10.2015)
Bearbeiter Michael Adam
   
Eintrag 4235
Schlagworte Sturm; Schneewehen, hohe; Verkehr, Behinderung des; Tote
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 8.8.1841
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 8. Januar [1841; J.E.] kam es zu stockwerkhohen Schneewehen, durch welche nicht nur allein alle Postwagen und sonstige Fuhrwerke gehemmt waren, sondern in denen auch viele Menschen ihren Tod fanden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.11.2015
Beleg 750 Jahre Grebendorf. 1262–2012, herausgegeben anlässlich des Jubiläums im Jahre 2012 vom Arbeitskreis „Geschichte Grebendorf“ und der Gemeinde Meinhard, Grebendorf 2012, S. 209.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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