Datensätze

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Eintrag 3267
Schlagworte Hochwasser; Treibeis; Brücke, zerstörte
Ortsangaben Herrenbreitungen; Bußhof; Werra, Fluss
Zeitangabe 1822
Quellenzeitangabe
Originaltext „Herrenbreitungen besaß den Abtswald … und Wiesen jenseits der Werra. Daher hat diesem Ort schon in tiefer Vergangenheit eine Brücke (die Bussauerbrücke) zur Benutzung gedient, welche kurz unterhalb Bußhof erbaut war. Wegen der Geradelegung des Werralaufes 1842-46 sind heute keine Spuren mehr an ihrem alten Standort zu entdecken. … Im Jahre 1822 hatten sich Hochwasser und Treibeis so heftig gegen die Brückenbalken gewälzt, daß ein Neubau nicht zu umgehen war. Sechs Jahre später war sie abermals zerstört. … Nach abermals 6 Jahren, also 1834, wurde sie wieder von den Fluten hinweggerissen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Robert Abe: Die Brücken zwischen den drei Breitungen, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 101-106, hier S. 101-102.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3569
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Frost; Eisdecke; Treibeis; Bäume, entwurzelte; Schäden an Bäumen; Schäden an Weinstöcken; Gärten, überschwemmte; Brücken, beschädigte; Postzustellung, Ausfall der
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss; Kinzig, Fluss; Kesselstadt
Zeitangabe 28.2.1784 - 4.3.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 28 ten des vorigen M. war ich auf dem Walle am Kanalthor, wo
man den Main und Steinheim vor sich hat. Gott, welche Wasser- und Eiswüste! Alles überschwemmt! Auf der andern Seite hatte die Kinzig, welche wegen des angeschwellten Mains nicht abfließen konnte, auch alles bedeckt. Doch fiel sie am ersten wieder. Das Wasser ist bis über den Philippsruher Weg gegangen, und hat viel Bauholz, das auf dem Main lag, dahin geflöst, auch da und in andern Alleen viele Bäume beschädigt und umgerissen. Kesselstadt und andere nahe Örter haben ganz im Wasser gestanden, und es ist über hohe Mauern sogar bis
in die Fürstliche Orangerie gedrungen, Das schöne Bosket gleich hinterm Schloß zu Hanau war mit Wasser und Eis ganz angefüllt. Sie können sich die Felsen von Treibeis, und ihre schädliche Wirkungen nicht genug vorstellen. In den Gärten vor der Stadt, worinn man die Häuser nur mit den Spitzen hervorragen sah, hat es an Bäumen und Weinstöcken viel Schaden gethan, Ich habe einige gesehen, wo das Eis die Bäume in der Mitten wie durchgesägt hat, andere, wo die großen
Schollen zum Theil auf den Ästen liegen. Bei Kesselstadt hat man viel Holz, Mobilien und Trümmern vorbeifließen sehen. Die Brücke am Frankfurter Thor ist von dem Eisstoß sehr mitgenommen worden. Kurz die Heimsuchnng war groß, und doch in Betracht anderer Gegenden und besonders am Rhein, woher man die traurigsten Nachrichten jetzt liest, (denn wir sind bei der Hemmung aller Post seit 8 Tagen wie eingesperrt gewesen) für uns noch recht gelinde."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.07.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3631
Schlagworte Treibeis; Schiffe, zerstörte
Ortsangaben Melsungen; Fulda, Fluss
Zeitangabe 1795
Quellenzeitangabe
Originaltext „1795 waren durch Treibeis sechs Schiffe in Melsungen vernichtet worden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   03.06.2012
Beleg Waltari Bergmann: Neumorschen 1259–1959. Eine Heimatgeschichte der Gemeinde Neumorschen und des Morschen-Haydauer Raumes als alten Gerichtes auf der Fulda, hrsg. von der Gemeinde Neumorschen, Melsungen 1959, S. 237.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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