Datensätze

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Eintrag 1319
Schlagworte Trockenheit, anhaltende; Mißernte; Teuerung; Hungersnot, städtische Gegenmaßnahmen
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 1847
Quellenzeitangabe
Originaltext „Durch anhaltende Trockenheit war eine vollständige Mißernte eingetreten; der Ertrag der Halmfrüchte war gleich null. Das Malter Roggen (etwa 3 Zentner) kostete bis 22 Taler, das Malter Weizen bis 24 Taler. Um der großen Not zu steuern, beschloß die städtische Behörde, überseeischen Roggen in Bremen aufzukaufen. Leider wurde aber im Lieferungsvertrag keine bestimmte Zeitgrenze festgesetzt, und so erfolgte die Lieferung der Frucht erst zu der Zeit, als die neue Ernte des laufenden Jahres vollendet war. Diese war eine sehr gute, und infolgedessen gingen die Preise derart zurück, daß die Stadt einen bedeutenden Schaden hatte. Außerdem war der Zweck, der Not zu steuern, nicht erreicht worden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   30.12.2012
Beleg Chronik der Stadt Rotenburg an der Fulda von 1700 bis 1972, bearbeitet von Hans-Günter Kittelmann, Kassel 1998 (Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde; Bd. 30), S. 78.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 2571
Schlagworte Trockenheit, anhaltende; Wassermangel
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 7.1761 - 8.1761
Quellenzeitangabe
Originaltext Am 19.2.1761 zündete die französische Armee unter Marschall Broglio die Hersfelder Stiftskirche an, die bis dahin der französischen Armee als Fruchtmagazin gedient hatte und der näher rückenden alliierten Armee in die Hände zu fallen drohte. „Als der letzte Franzose die Stadt verlassen hatte, da war die ganze Stiftskirche ein Flammenmeer, das allen Löschversuchen Hohn sprach. … Wohl konnte man am folgenden Tage noch erhebliche Vorräte den Flammen entreißen, aber das Feuer war nicht zu ersticken. Noch am 8. August berichtete Hartert (der damalige Bürgermeister von Hersfeld), daß es sowohl in der Stiftskirche wie im Marstall stark gedampft, und als man etwas aufgeräumt habe, die hellen Flamme aufgeschlagen sei. Sogar am 30. Oktober brannte es noch im Stift. Auch in der Stadt hatten die Franzosen übel gehaust, alle Wasserkümpfe, der Weiher und der Brunnen vor dem Rathaus waren voll Mehl geschüttet. Noch im Juli war letzterer trotz wiederholter Aufräumung nicht wieder benutzbar. Im August reinigte man ihn zum drittenmal und doch wollte sein Wasser noch immer nicht klar werden. Dabei herrschte Wassermangel infolge anhaltender Trockenheit.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2009
Beleg Wilhelm Neuhaus: Die Zerstörung der Hersfelder Stiftskirche am 19. Februar 1761, in: Wilhelm Neuhaus, Geschichten von Hersfeld, Gesammelte Aufsätze aus „Mein Heimatland“, ausgewählt, bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von Michael Fleck, Hersfelder Ge
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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