Datensätze

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Eintrag 4219
Schlagworte Trockenheit, verheerende; Brunnen, versiegte; Winter, strenger; Mühlen, eingefrorene; Niedrigwasser
Ortsangaben Rasdorf
Zeitangabe 7.1766 - 1.2.1767
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Flurritt um die drei Gemarkungen der heutigen Gemeinde Rasdorf fand zum letzten Mal 1765 statt. Der aufklärerische Fürstbischof Heinrich v. Bibra erließ nämlich in diesem Jahr mit der nüchternen Begründung des übergroßen Durstes der Flurreiter – auch dem Rasdorfer Pfarrer hatte die Gemeinde eine Kanne Wein nach dem Flurritt zu kredenzen – ein generelles Verbot für das Fürstbistum Fulda. (Pfarrer Valentin) Fuchs zeigte sich über die Abschaffung des „uralten“ Flurritts durch den neumodischen Regenten nicht nur verärgert, sondern befürchtete unheilvolle Konsequenzen. Diese erblickte er in der verheerenden Trockenheit des Jahres 1766, wo es vom Juli bis zum 1. Februar des folgenden Jahres nur einmal ein wenig regnet, so daß fast alle Brunnen versiegten, und in dem überaus strengen Winter, wo bei dem gesunkenen Wasser alle Mühlen einfroren, so daß man wohl Korn, aber kein Mehl bekommen konnte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.10.2015
Beleg Ludwig Pralle: Der Flurritt. In: Rasdorf – Beiträge zur Geschichte einer 1200-jährigen Gemeinde, hg. v. Gemeindevorstand Rasdorf, 1980, S. 104–106.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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