Datensätze

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Eintrag 1972
Schlagworte Unwetter, schweres
Ortsangaben Neuenhaus
Zeitangabe 24.11.1585
Quellenzeitangabe
Originaltext "Durch groß ungewitter geritten und bei meinem gnedigen furten und hern zum Neuwenhauß ankommen."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 1979
Schlagworte Unwetter, schweres
Ortsangaben Neuhaus
Zeitangabe 2.12.1588
Quellenzeitangabe
Originaltext "Mein gnediger furst und her zeucht mit mir in großem ungewitter uf die fischerei."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 1991
Schlagworte Unwetter, schweres
Ortsangaben Frankfurt; Friedberg
Zeitangabe 19.9.1590
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ich stehe zu Fridtpurgk ab zu mittag und reise dißen tag in großem ungewitter bis gen Franckfurt […]."
Bemerkungen Tagebucheintragung des Bilsteiner Drosten Caspar von Fürstenberg (1545-1618)
Bearbeitungsstand   15.04.2007
Beleg Alfred Bruns: Die Tagebücher Kaspars von Fürstenberg. Teil 1: 1572-1599, Teil 2: 1600-1610, Münster 1985.
Bearbeiter Dr. Tobias A. Kemper
   
Eintrag 3600
Schlagworte Unwetter, schweres; Hagelschlag; Winterfrucht, Schäden an; Wiesen, verschlammte; Erosionsschäden
Ortsangaben Kirchheim; Salzberg; Hülsa; Nausis; Rohrbach; Obergeis; Untergeis
Zeitangabe 12.5.1591
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Marburger Staatsarchiv lagert ein Schreiben des Reinhard von Baumbach an den hessischen Landgrafen Wilhelm aus dem Jahre 1591. In diesem Schreiben schildert Reinhard von Baumbach ein schweres Unwetter. [Baumbach] lebte viele Jahre bis zu seinem Tod 1613 auf seinem 1588 erworbenen Kirchheimer Gut und war u .a. […] auch Kirchheimer Kirchenpatron. […] Und so heißt es im Schreiben an den Landgrafen: „[…] Ihrer landgräflichen Gnade füge ich hiermit untertänig zu wissen, daß ich Ihr Schreiben in Untertänigkeit und mit gebührlicher Reverenz empfangen und gelesen habe. Soll Ihrer Gnaden darauf in schuldigem Gehorsam untertänig nicht vorenthalten sein, daß dieses Jahr zu etlichen und unterschiedlichen Malen viele und schwere Wetter dieser Art vorgegangen sind. In Sonderheit aber ist auf dem vergangenen Montag nach Exaudi [12.5.1591] auch ein solches Wetter gewesen, darinnen es Schlosse (Hagel) in der Größe eines Spinnwirtels und zu dieser Form mit zwei Spitzen und wunderlicher Gestalt geworfen hat, deren ich etliche colligieren (sammeln) und mir vorbringen ließ und also mit Augen selbst gesehen habe. Bin auch von meinen Benachbarten berichtet, daß sie etliche gefunden, welche Fingers Länge gehabt und von dem Sturmwind in das Erdreich geschlagen gewesen. Welche sie in der Erde steckend herausgezogen und besichtigt hätten. Und hat das Wetter in vielen Flecken doch auch und noch mehr als an anderen nicht allein die Winterfrucht beschädigt, sondern auch die Fische aus den Bächen gestoßen, alle Wiesen insgemein überschlammt, auch die Äcker zerrissen und viel Erde hinweggeflossen.
Was aber die größten Schlosse belangt, so sind dieselbigen nicht allhier gefallen sondern sollen – nach Berichten vieler Personen, welche ein solches angesagt haben, und ich diesen die Ihrer Gnaden abgebildeten Schlosse persönlich vorgezeigt habe – bei Salzberg auf dem Strich nach Hülsa gefallen sein. Und ist unter diesen Personen einer gewesen, welcher angezeigt, daß er es von einem von Nausis gehört, welcher angegeben, daß er die Stücke, die von solchen Kieseln abgeschlagen gewesen, selbst will gesehen haben.
Wir auch hiervon unterschiedlich ferner geredet, das besagte Kiesel in Größe eines Milchribbes oder Bottens, wie man solches Gefäß zu nennen pflegt. Andere aber sagen in Größe einer Korn Metze (Gefäß für 10 Liter) gewesen und daß dieselbigen zerschlagen in Stücke noch etwas größer geschienen haben sollen. Wie dann hiervon im allgemeinen diese auch mit großer Wucht – und das nach allgemeiner Aussage – gewesen sind.
Und zum letzten, als ich diejenigen, deren eines Teils aus anderen Flecken so mir dies berichtet, vor mich gefordert, ist ferner von jenen Bericht geschehen, daß zu solcher Zeit und im vermeldeten Wetter in der Draunsbach (Trunsbach?), so zwischen dem Rohrbach und der Geißgemeinde gelegen ist, etliche Schlosse geworfen, welche in der Größe eines Pfundes (damals etwa 400 Gramm) und etwas mehr gewesen sein sollen. Ob aber dem allen so ist, werden Ihre Gnaden bei den Beamten in Rotenburg oder anderen in Gnaden sich ferner zu erkundigen wissen. […] Kirchheim am Tag Vitus (15. Juni) 1591 Untertänig gehorsam Reinhardus Baumbach“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Horst Breitbart: Schweres Unwetter in Kirchheim im Sommer 1591, in: Mein Heimatland 49 (2010), S. 16.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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