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Eintrag 3661
Schlagworte Winter, langer; Winter, kalter; Kälte, große; Schnee, tiefer; Vieh, erfrorenes; Menschen, erfrorene; Todesopfer
Ortsangaben Rhön; Stetten; Sondheim
Zeitangabe 1572 - 1573
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Im Winter von 1572 auf 1573 herrschte in der südöstlichen Rhön ein langer und ein außergewöhnlich kalter Winter, in dem zahlreiche Menschen und auch viel Vieh erfroren sind. Im Sondheimer Kirchenbuch jener Jahre lesen wir darüber: „Ist sehr ein graußamer kalter winder gewest, deßgleichen bey mensch gedencken nicht geschehn, mit großen langwierigen schneh und unseglicher keltt, in welchem sehr viel leutt hin und wider erfrorn gefunden.“ In der starken Kälte dieses Winters kamen z. B. drei Einwohnen aus Stetten um, die zum Nikolausmarkt nach Neustadt gehen wollten, und eine Frau aus Oberelsbach und wurden „von schnehe zugebett“. Dadurch wurden 16 Kinder zu Waisen. Die Erfrorenen mußte man in Sondheim in einem einzigen Grab beisetzen, da wegen des großen Frostes nur ein Grab ausgehoben werden konnte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   08.06.2012
Beleg Gottfried Rehm: Menschen in harten Rhön-Wintern, in: Buchenblätter 83 (2010), Nr. 26, 20.12.2010, S. 102.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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