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Eintrag 1249
Schlagworte Dürre; Wassermangel; Pegelstände, niedrige; Futtermangel; Viehpreise, fallende; Fleischpreise, fallende
Ortsangaben Wallau; Lahn, Fluss
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „[1893] war entsetzliche Dürre; kein Regen, immer Sonnenschein. Die Lahn war völlig ausgetrocknet. Der Wald war rot, die Wiesen gelb gebrannt von den glühenden Sonnenstrahlen. Es herrschte Futtermangel; gepreßtes Heu wurde eingeführt. Der Leiterwagen voll Heu und etwas darüber kostete 75 Mark. Die Viehbesitzer gingen in den Wald, strippten Laubmai und rupften das dürftige Waldgras. Trotzdem mußte vieles Vieh für einen Spottpreis verkauft werden. Man sagt, die Sonne scheint keinem Bauern aus dem Lande, aber manche Kuh mußte für 35 bis 40 Mark losgeschlagen werden. Das Fleisch kostete 30 bis 40 Pf.; ein ganzes Schaf 3 Mark.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 266.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 3266
Schlagworte Regenmangel; Futtermangel; Notschlachtungen; Viehpreise, fallende
Ortsangaben Altenbreitungen; Herrenbreitungen; Frauenbreitungen
Zeitangabe 3.1893 - 7.1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Wirtschaftlich schlimmer wirkte sich freilich das Jahr 1893 aus, das vom März bis Juli regenlos und heiß war. Infolgedessen war der Futtermangel so groß, daß das Vieh notgeschlachtet oder zu Spottpreisen verkauft werden mußte. Für 25 Mark erhielt man eine Kuh!“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Wilhelm Uehling: Breitungens Landwirtschaft, in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 155-165, hier S. 162.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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