Datensätze

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Eintrag 3432
Schlagworte Jahr, trockenes; Winter, kalter; Brunnen, versiegte; Wasserleitungen, gefrorene; Wassermangel
Ortsangaben Süß
Zeitangabe 1822
Quellenzeitangabe
Originaltext Im Zusammenhang mit der Beschreibung des Baus eines 1821 neu erbauten Brunnens heißt es in der Kirchenchronik des Dorfes Süß: „Das Jahr 1822 zeichnete sich durch seine schöne warme Witterung aus. Die lange Trockenheit hatte für unsern Ort Wassermangel verursacht. Selbst der im vorigen Jahre angelegte Brunnen, der aus dem Glasegraben hierher geleitet wurde und bei der Kirche springt, lieferte sehr spärliches Wasser. Im Winter große Kälte. Großer Wassermangel. Viele Quellen sind ganz vertrocknet und alle haben nur noch wenig Wasser. Hier war der Glimborn trocken, das Wasser nach der obersten Tränke reicht nicht mehr bis dahin zu und der neue Brunnen hat zwar in der Brunnenkammer genug, da aber die Röhren zu flach, an manchen Plätzen ganz zu Tage gelegt worden sind, so frieren sie zu und sprangen. Es muss daher das Wasser außer dem Dorf geholt werden. Entweder zum Rode, wo Löcher ins Eis gehauen werden müssen oder im Stollen bei der Diedingsmühle, oder auf der Hütte. Zum Brauen wird das Wasser im neuen Teich in Ulfterode geholt.“ Im November 1822 wurde vom neuen Brunnen ausgehend eine Nebenbrunnenleitung ins Dorf gelegt.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Süß – das Dorf und seine Menschen. Beiträge zur Geschichte unsers Dorfes, zusammengetragen von Anneliese Krauß-Neumann, hg. v. Gemeindevorstand der Gemeinde Nentershausen, Bad Hersfeld 2005, S. 165f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3475
Schlagworte Regen; Schneefall; Ostern, weiße; Schäden an Wintergetreide; Wasserleitungen, gefrorene; Gasleitungen, gefrorene; Kanäle, gefrorene
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 29.3.1891
Quellenzeitangabe
Originaltext „29. März [1891]: Ostern. Statt der nach diesem langen, äußerst harten Winter sehnlichst erhofften warmen Strahlen der Frühlingssonne bot sich dem Auge ein trübes Winterlandschaftsbild. Der mit Regen abwechselnde Schneefall nötigte uns das Osterfest im schützenden Heim zu verbringen. Es waren „weiße Ostern“. Das Wintergetreide hat durch scharfen Frost stark gelitten. Wasser-, Kanal- und Gasleitungen waren an vielen Stellen monatelang eingefroren und sind beschädigt worden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 196.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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