Datensätze

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Eintrag 3294
Schlagworte Wetter, trockenes; Frost; Kälte; Schneedecke, keine
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 9.1.1883
Quellenzeitangabe
Originaltext „9. Januar [1883]: Seit Neujahr endlich trockenes Wetter; heute 3 Grad Kälte, leider fehlt den Feldern die schützende Schneedecke.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.11.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4, zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 57.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3346
Schlagworte Heuernte, Beginn; Wetter, trockenes; Wetter, sonniges
Ortsangaben Gundhelm
Zeitangabe 15.6.1871
Quellenzeitangabe
Originaltext „In einem alten Haushaltungsbuch unserer Familie von 1831 bis 1882 ist auf zwei Seiten folgendes eingetragen: ‚Gottfried und Lene geholfen im Jahre 1871‘. Mein Großvater, damals elfjährig, erzählte mir oft von Gottfried und Lene. … Vetter Fried arbeitete als Holzmacher und verdingte sich außerdem, wie auch seine Frau, als Tagelöhner. … Die Eintragungen über die Dienstleistungen beginnen im März und enden im November. So hat Gottfried im März zwei Tage geholfen, den Wassergraben aufzumachen. Das Bewässern der Wiesen mit Bachwasser versprach einen guten Graswuchs, Kunstdünger war noch unbekannt. Im Oktober endeten die Eintragungen mit ‚5 Tag helfen treschen‘. Die Arbeiten seiner Frau bestanden u.a. aus … im November 1 Tag Laubrechen für die Einstreu im Stall.
Am 15. Juni heißt es: ‚Gottfried ein Morgen gemäht und dabei geblieben. Lene ein dreiviertel Tag Heu helf mach.‘ Über diesen Arbeitstag erzählte mein Großvater folgendes: Vetter Fried war schon einen Tag vorher unruhig, gegen Mittag machte er sich Luft: ‚Hannes‘, sagte er zu meinem Urgroßvater, „murn hon mer der 15. Juni, ’s Wetter ist gut, on dr Luft noach hält sich’s noch e poar Toag, schick de Jong noach den Mähern, murn scheire mir die Neuweise oa.“ … Am 15. morgens um halb drei trafen sich die sechs Mäher in der Neuwiese. Vetter Fried hielt eine kurze Lagebesprechung: ‚Also, in diesem Joahr sen die Woalwertsreje (Walpurgisregen) ausgebliewe, mir müssen die Sense fest aufhall, doas mer jeren Hoalme mitkrieje. An der Bach sehts Groas bi oalle Joahr, doch mette in dr Wiese sen Stelle, bonn mer sich doa hinsetzt, geht’s Groas kaum bis an de Hosebure (Hosenboden).‘ …
(Nach dem Frühstück, das um 8 Uhr eingenommen wurde:) Vetter Fried beendete die Frühstückspause mit der Aufforderung: „Los, ihr Leute, eher die Sonn höher stiegt, wolle mer der letzte Schwanz noch oabmäh, on bann mer noch fönefmoal dro gehen, leit se bis Gehoannesdoag (Johannistag) ganz. Frah (Frau), du schaffst derweil ’s Groas önner der Erle (in deren Schatten die Frühstückspause gemacht worden war) in die Sonn. …
(Nach dem Mittagessen:) Das ganze Gras wurde noch einmal gewendet, dann war der erste Tag der Heuernte vorbei.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   26.01.2010
Beleg Hans-Walter Siemon: Beginn der Heuernte, in: Bergwinkel-Bote 41 (1990), S. 87–89.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3348
Schlagworte Wetter, heiteres; Wetter, trockenes; Ostwind
Ortsangaben Steinau a. d. Straße
Zeitangabe 1823
Quellenzeitangabe
Originaltext Jacob Grimm 1823: „Ich wollte das Städtchen (Steinau) und die Gegend wieder einmal sehen, wo ich meine Jugend zugebracht hatte und nun seit 1804 nicht gewesen war. Das Wetter begünstigte mich, immer heiter kein Tropfen Regen und bei wehendem Ostwind hinter mir nicht zu heiß."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   26.01.2010
Beleg Jacob Grimm zum 200.Geburtstag, in: Bergwinkel-Bote 36 (1985), S. 28–30, hier S. 30.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3566
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Wetter, trockenes; Wetter, helles
Ortsangaben Hanau; Main, Fluss
Zeitangabe 28.2.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am Sonnabend war zwar das Wetter von oben her hell und trocken, aber das Wasser hatte in den Straßen, besonders in der Vorstadt, am Kanalthor, in der Hospitalgasse, und im lutherischen Schulhofe sehr zugenommen, und am letztem Ort, wo auch die luth. Kirche steht, so, daß an diesem Tage die gewöhnliche Vorbereitungspredigt zum h. Abendmahl des andern Tags nicht gehalten werden konnte: es muste daher ausgesetzt werden. Auch wegen des Sonntagsgottesdienstes war zu besorgen, daß er ausfallen müste, weil die Kirche mit Wasser umgeben war."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.07.2011
Beleg J . C. Stockhausen über das Hochwasser des Jahres 1784, in: Hanauisches Magazin 7 (1784), S.107.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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