Datensätze

Seite: 1

Eintrag 1348
Schlagworte Gewitter; Unwetter; Regen, starker; Hochwasser; Überschwemmung; Wiesen, verschlammte
Ortsangaben Kirchlotheim; Ittergrund; Itter, Fluss
Zeitangabe 6.1720
Quellenzeitangabe
Originaltext „1720 im Junio und abermals den 2. Julii auf das Fest Maria Heimsuchung ein starkes Donnerwetter entstanden, mit solchem Anlauf des Gewässers, daß die Itter ungemein groß worden und solchergestalt angelaufen, daß damit der ganze Ittergrund bedeckt, alle Stege, Wehre und Brücken weggeflößt, das ganze Gras mit Sand und Steinen zugeflößt, daß man weder abmähen noch mit Hacke und Schüppe hat wegbringen können, das Gemähte ist mit fort geführt und Frucht zugeschlemmt. Der Ittergrund lag voll Klötze und Bauhölzer. Dies Jahr war vor der Erndte ein großer Brodtmangel und galt das Mütte Korn l0 fl.“
Bemerkungen Kirchenbuch Kirchlotheim
Bearbeitungsstand   15.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 7.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1349
Schlagworte Gewitter; Unwetter; Regen, starker; Hochwasser; Überschwemmung; Wiesen, verschlammte
Ortsangaben Kirchlotheim; Ittergrund; Itter, Fluss
Zeitangabe 2.7.1720
Quellenzeitangabe
Originaltext „1720 im Junio und abermals den 2. Julii auf das Fest Maria Heimsuchung ein starkes Donnerwetter entstanden, mit solchem Anlauf des Gewässers, daß die Itter ungemein groß worden und solchergestalt angelaufen, daß damit der ganze Ittergrund bedeckt, alle Stege, Wehre und Brücken weggeflößt, das ganze Gras mit Sand und Steinen zugeflößt, daß man weder abmähen noch mit Hacke und Schüppe hat wegbringen können, das Gemähte ist mit fort geführt und Frucht zugeschlemmt. Der Ittergrund lag voll Klötze und Bauhölzer. Dies Jahr war vor der Erndte ein großer Brodtmangel und galt das Mütte Korn l0 fl.“
Bemerkungen Kirchenbuch Kirchlotheim
Bearbeitungsstand   15.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 7.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1350
Schlagworte Gewitter; Unwetter; Regen, starker; Hochwasser; Überschwemmung; Wiesen, verschlammte; Getreidemangel; Teuerung, vor Ernte; Roggenpreis
Ortsangaben Kirchlotheim; Ittergrund; Itter, Fluss
Zeitangabe 1720
Quellenzeitangabe
Originaltext „1720 im Junio und abermals den 2. Julii auf das Fest Maria Heimsuchung ein starkes Donnerwetter entstanden, mit solchem Anlauf des Gewässers, daß die Itter ungemein groß worden und solchergestalt angelaufen, daß damit der ganze Ittergrund bedeckt, alle Stege, Wehre und Brücken weggeflößt, das ganze Gras mit Sand und Steinen zugeflößt, daß man weder abmähen noch mit Hacke und Schüppe hat wegbringen können, das Gemähte ist mit fort geführt und Frucht zugeschlemmt. Der Ittergrund lag voll Klötze und Bauhölzer. Dies Jahr war vor der Erndte ein großer Brodtmangel und galt das Mütte Korn l0 fl.“
Bemerkungen Kirchenbuch Kirchlotheim
Bearbeitungsstand   15.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 7.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 3274
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Heuernte, vernichtete; Wiesen, verschlammte
Ortsangaben Herrenbreitungen; Werra, Fluss
Zeitangabe 8.1752
Quellenzeitangabe
Originaltext „1752: Hochwasser im August, Heu fortgeführt, das stehende Gras verschlemmt.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.11.2009
Beleg Friedrich Reum: Aus Herrenbreitungens Vergangenheit (Zusammengestellt aus alten Chroniken, Gemeinderats- und Ausschuß-Protokollen), in: Breitunger Heimatbuch Alten-, Frauen- und Herrenbreitungen in Wort und Bild 933-1933, 1933 Breitungen/Werra, 2. Auflage 1993, S. 182-189, hier S. 188.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3600
Schlagworte Unwetter, schweres; Hagelschlag; Winterfrucht, Schäden an; Wiesen, verschlammte; Erosionsschäden
Ortsangaben Kirchheim; Salzberg; Hülsa; Nausis; Rohrbach; Obergeis; Untergeis
Zeitangabe 12.5.1591
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Marburger Staatsarchiv lagert ein Schreiben des Reinhard von Baumbach an den hessischen Landgrafen Wilhelm aus dem Jahre 1591. In diesem Schreiben schildert Reinhard von Baumbach ein schweres Unwetter. [Baumbach] lebte viele Jahre bis zu seinem Tod 1613 auf seinem 1588 erworbenen Kirchheimer Gut und war u .a. […] auch Kirchheimer Kirchenpatron. […] Und so heißt es im Schreiben an den Landgrafen: „[…] Ihrer landgräflichen Gnade füge ich hiermit untertänig zu wissen, daß ich Ihr Schreiben in Untertänigkeit und mit gebührlicher Reverenz empfangen und gelesen habe. Soll Ihrer Gnaden darauf in schuldigem Gehorsam untertänig nicht vorenthalten sein, daß dieses Jahr zu etlichen und unterschiedlichen Malen viele und schwere Wetter dieser Art vorgegangen sind. In Sonderheit aber ist auf dem vergangenen Montag nach Exaudi [12.5.1591] auch ein solches Wetter gewesen, darinnen es Schlosse (Hagel) in der Größe eines Spinnwirtels und zu dieser Form mit zwei Spitzen und wunderlicher Gestalt geworfen hat, deren ich etliche colligieren (sammeln) und mir vorbringen ließ und also mit Augen selbst gesehen habe. Bin auch von meinen Benachbarten berichtet, daß sie etliche gefunden, welche Fingers Länge gehabt und von dem Sturmwind in das Erdreich geschlagen gewesen. Welche sie in der Erde steckend herausgezogen und besichtigt hätten. Und hat das Wetter in vielen Flecken doch auch und noch mehr als an anderen nicht allein die Winterfrucht beschädigt, sondern auch die Fische aus den Bächen gestoßen, alle Wiesen insgemein überschlammt, auch die Äcker zerrissen und viel Erde hinweggeflossen.
Was aber die größten Schlosse belangt, so sind dieselbigen nicht allhier gefallen sondern sollen – nach Berichten vieler Personen, welche ein solches angesagt haben, und ich diesen die Ihrer Gnaden abgebildeten Schlosse persönlich vorgezeigt habe – bei Salzberg auf dem Strich nach Hülsa gefallen sein. Und ist unter diesen Personen einer gewesen, welcher angezeigt, daß er es von einem von Nausis gehört, welcher angegeben, daß er die Stücke, die von solchen Kieseln abgeschlagen gewesen, selbst will gesehen haben.
Wir auch hiervon unterschiedlich ferner geredet, das besagte Kiesel in Größe eines Milchribbes oder Bottens, wie man solches Gefäß zu nennen pflegt. Andere aber sagen in Größe einer Korn Metze (Gefäß für 10 Liter) gewesen und daß dieselbigen zerschlagen in Stücke noch etwas größer geschienen haben sollen. Wie dann hiervon im allgemeinen diese auch mit großer Wucht – und das nach allgemeiner Aussage – gewesen sind.
Und zum letzten, als ich diejenigen, deren eines Teils aus anderen Flecken so mir dies berichtet, vor mich gefordert, ist ferner von jenen Bericht geschehen, daß zu solcher Zeit und im vermeldeten Wetter in der Draunsbach (Trunsbach?), so zwischen dem Rohrbach und der Geißgemeinde gelegen ist, etliche Schlosse geworfen, welche in der Größe eines Pfundes (damals etwa 400 Gramm) und etwas mehr gewesen sein sollen. Ob aber dem allen so ist, werden Ihre Gnaden bei den Beamten in Rotenburg oder anderen in Gnaden sich ferner zu erkundigen wissen. […] Kirchheim am Tag Vitus (15. Juni) 1591 Untertänig gehorsam Reinhardus Baumbach“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2011
Beleg Horst Breitbart: Schweres Unwetter in Kirchheim im Sommer 1591, in: Mein Heimatland 49 (2010), S. 16.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4259
Schlagworte Wolkenbruch; Regen, starker; Überschwemmung; Heu, weggeschwemmtes; Heu, ruiniertes; Wiesen, verschlämmte; Wege, zerstörte
Ortsangaben Schwickartshausen; Fauerbach; Ober-Lais
Zeitangabe 15.6.1878
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 15. Juni 1878, frühe um 5 Uhr fiel, nachdem es die ganze Nacht stark geregnet, zwischen Fauerbach und Ober Lais ein Wolkenbruch, der viele Wiesen und Äcker unter Wasser setzt, das Heu aus den Gründen wegschwemmt und das noch stehende Gras mit Schlamm überzog und mehrer Stege und Wege zerstörte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.01.2016
Beleg Kirchenbücher der Pfarrei Schwickartshausen, in: Schwickartshausen – unser Dorf im Laisbachtal, Schwickartshausen 2008.
Bearbeiter Rudolf Beck
   
Eintrag 4437
Schlagworte Gewitter; Blitz; Donner; Wolkenbruch; Überschwemmungen; Wege, zerstörte; Bäume, entwurzelte; Felder, überschwemmte; Gärten, überschwemmte; Häuser, beschädigte; Flutwelle; Wiesen, verschlämmte
Ortsangaben Grebendorf
Zeitangabe 3.6.1808
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1808, den 3. Juni des Nachmittags um 2 Uhr wurden wir von einem starken Gewitter, welches von Süden her unter Blitz und Donner nördlich zu unsern Bergen hinzog, hart heimgesucht. Denn als dies furchtbare ewig denkwürdige Gewitter (von dem ein glaubhafter Augenzeuge sagt, dass es so tief gestanden habe, dass man von der Höhe des Meinhards herab, gleich auf einen im Thale gelegenen Nebel auf dasselbe hingesehen hätte), mit seinen immer größer und schwerer werdenden Wolken vor diesen hintrat, da entluden sich dieselben grausam, und in Folge eines noch nie gesehenen Regens (Wolkenbruch genannt) stürzten sogleich unsägliche Gewässer in Strömen die Berge herab den Thälern zu, zerrissen Gräben und Wege entzwei, und überschwemmten alle Tiefen, sowohl des Dorfs als die der Felder. In den Straßen sah man das Wasser beinah halbstockwerkshohe Wellen schlagen, Bäume mit fortführen und im fürchterlichsten Gebrause und dem tösenden Steingerappel sich gleich einer Werra nach unten des Dorfs hinwälzen, wo es die Deiche, die meisten Hofraiden und Gärten überschwemmte, ja sogar in die Gebäude eindrang und Küche, Keller und Ställe mit Wasser und Schlamm anfüllte. Auch über selbst hohe Mauern und Dämme floß es endlich hin und gab eine sogenannte Fluth, unter dessen Stande man 2 Stunden lang sich genöthigt sah, das Haus zu hüten. Viele Leute hatten ihr tief im Wasser stehendes Vieh an andere Plätze, ja sogar Kälber, wie man sagt, um dem Ertrinken zu entziehen, auf die Böden bringen müssen. Darum wäre denn auch gewiß, wenn dieses furchtbare Gewitter zur Nachtzeit kam, gar manches derselben ein Opfer des Todes in den Fluthen seines Schicksals geworden seyn!
Als es aber vorüber war, als sich das Wasser abgelaufen hatte und man wieder aus dem Hause kommen konnte, o! wie war es da so ganz anders als am Morgen geworden, o! wie sah man da so allenthalben nichts als lauter Verwüstungen, Jammer und Traurigkeit. Denn vieles von den Bergen war mit fortgenommen, die Wege entzweigerissen, und alle Tiefen gleich Seen mit Wasser angefüllt. Alle Flutgraben waren übergebrochen und hatten die Wiesen verschlämmt, sowie die Fluren ganzer Felder mit Kummer überschüttet (davon die vielen Steine, besonders auf den Ländereien des Diebgrabenfeldes auch noch in späteren Jahren ein Beweis sind). Ein großer Theil der Erndte war dahin. Anbau wie das Feld, so auch das Dorf, dieses erkannte man beinah nicht mehr. Hier waren die Straßen von Steinen und Schutt angefüllt, Ruinen gleich. Die Deiche bemerkte man kaum noch. Anstatt der blumigten Gärten war Kummer, und auf den Hofraiden, in Küchen, Kellern und Ställen war Wasser und Schlamm zu finden. 0, wie mußte nicht dieses alles unser Auge trüben, und unser Herz mit inniger Wehmuth erfüllen. Ja, und das auch umso mehr noch, da es schien, als wäre dieses furchtbare Gewitter gerade über unser Dorf und Felder zu kommen von der Vorsehung bestimmt gewesen sei, indem die Leute in der Umgegend nichts waren davon gewahren worden.
Doch der Herr hats gethan, und er wird es auch sein, welcher nach der Hoffnung, alle diese Verwüstungen wieder gutzumachen weiß. Denn wie viele große Revolutionen haben nicht schon von jeher die Erde verwüstet, und immer steht sie wieder neu erbaut, erhalten und vollkommen da. Dennoch soll uns aber dieser Tag im Gedächtnis eine bleibende Stelle finden, weil man sich an ein so fürchterliches Gewitter aus früherer Zeit, auch selbst die ältesten Leute, nicht zu erinnern vermag. O! möge doch Gott nie wieder ein solches Gewitter über unser Dorf und Felder kommen lassen wollen. 0, möge er uns doch stets mit seiner Güte schützend zur Seite seyn, und uns vor dessen Verderben bewahren, denn das wissen wir, dass die Güte des Herren es will, dass es mit niemandem gar aus sei und seine Barmherzigkeit kein Ende hat. (Klagelieder Jeremias 3, Vers 22)”
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.12.2017
Beleg Helmut Stück und York-Egbert König (Bearb.): Martin Menthe (1802–1889). Aufzeichnungen aus Grebendorf, Grebendorf [2015], S. 11–12.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4473
Schlagworte Gewitter, starkes; Sturm; Regen; Wiesenschäden; Grummet, Missernte; Wiesen, verschlammte
Ortsangaben Orferode
Zeitangabe 15.9.1770
Quellenzeitangabe
Originaltext "Wegen der Grummet Ernde ist zu bemercken, daß die in der ersten und 2ten Sorten befindlichen Wiesen von dem am 15ten Sept. h. a. entstandenen starcken Gewitter, was gemähet geweßen zum Theil von den wilden Gewäßern hinweg gespület, das übrige aber so noch nicht gemähet gewesen aber gäntzlich eingeschlemmet und verderbet worden, von den Feld Wiesen und letztern Sorten aber die Grummet durch die starcken Winde gäntzlich durcheinander gewehet worden; dahero keine Probe von der Grummet könne gemacht werden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.04.2018
Beleg HStAM, Best. 49d, Witzenhausen Nr. 335.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4475
Schlagworte Gewitter, starke; Wiesenschäden; Wiesen, verschlammte; Grummet, Missernte
Ortsangaben Wipperode
Zeitangabe 1770
Quellenzeitangabe
Originaltext „Hiervon [Grummet; J.E.] hat um des willen keine Probe gemacht werden können, weilen solches durch die starcken Gewitter verschlemmet und der größte Theil von dem Gewäßer hinweg geführet worden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   17.04.2018
Beleg HStAM, Best. 49d, Eschwege Nr. 102
Bearbeiter Jochen Ebert
   

Seite: 1