Datensätze

Seite: 1

Eintrag 3776
Schlagworte klar; Wind, kalter; 5° R; Frost, nachts
Ortsangaben Lichtenau
Zeitangabe 13.4.1890 - 14.4.1890
Quellenzeitangabe
Originaltext "Klar bei kaltem Wind, ca. 5° Wärme; nachts Frost"
Bemerkungen Die Angaben beziehen sich auf die allgemeine Himmelsansicht. Der Thermometerstand nach Reaumur ist stets in der Mittagszeit im Schatten angegeben.
Bearbeitungsstand   30.12.2012
Beleg Stadtarchiv Hess. Lichtenau, 11, Konvolut 4, Faszikel 3, zitiert nach: Agnes Huck: Das Wetter vor hundert Jahren. Lichtenauer Wetterstatistik, in: Reichenbacher Blätter 7 (1989), S. 125–137, hier S. 129.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4177
Schlagworte Wind, kalter; Frost; Neuschnee; Nebel; Sonnenstrahlen, vereinzelte; Schneegestöber; Regen; Hagel
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg
Zeitangabe 11.5.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "Den 11 Mai wechselte der Luftwäger zwischen 5° und 6°. Frühe gegen 5 Uhr blies grimmiger Nordwind, und das starre Gras erkrachte unter den Fußtritten. Der Nachts gefallene Schnee blinkte von den Spitzen des Dammersfeldes, Rabensteines, Holzberges und der übrigen Rhöngebirge bis 9 Uhr sehr stark. Der Himmel gegen Nord=Westen war mit unfreundlichem Nebel und Schneegewölke überzogen. Im Osten sah man ein blendendes Weiß, dessen verborgene Lichtstrahlen den schweren Dunstkreis nicht durchbrechen konnten: nur auf Augenblicke blitze zuweilen die Sonne hervor. Gegen 9 Uhr des Morgens hatten wir Schneegestöber mit Regen, und um 10 Uhr etwas Sonnenschein. Außerhalb des Klosters lag kein Schnee: aber im Hofe betrug die Höhe der seit 8 Monaten aufgehäuften und festgefrornen Schneemasse immer noch 13 bis 15 Fuß, und weil dieselber unsere Wohnungen sehr kältete, und allem Anscheine nach erst im Julius schmelzen würde; so wurde sie mit Reithauen zerschlagen und zerstreut. Ein scherzhafter Klostergeistlicher meinte, man hätte diese Schneemasse gar wohl in irgend eine Sammlung von Naturerzeugnissen aufstellen können, mit der Aufschrift: versteinerter Kreuzberger Schnee vom J. 1815-16. – Mittags kieselte, regnete und schneite es, und zuweilen schien die Sonne, bei stätem äußerst kalten Nordwinde. Dieses Wetter dauerte bis Abends nach 7 Uhr, wo dann allein nur der Regen bis 10 Uhr anhielt. Seit 4 Uhr hatten Westwinde fürchterlich getoset, welche sich jedoch auch Nachts gegen 11 Uhr bei getrübtem Himmel legten. Beim Eintritt des Vollmondes gegen 6 Uhr war der Himmel gegen Westen und Norden ganz wasserfarbig. – In den Zellen, welche gegen Süd=Westen, Westen und Nord=Osten liegen, sport es das ganze Jahr hindurch: aber jetzt bemerkt man es am meisten, wie schwer und feucht die Luft seit diesem außerordentlichen Witterungswechsel ist. Innerhalb 24 Stunden wird das Schreibpapier in solchen Zimmern unbrauchbar zum Schreiben, und selbst an Betten und Kleidungsstücken fühlt man beim Betasten die Nässe, man mag die Fenster schließen oder offen lassen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 275–277
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

Seite: 1