Datensätze

Seite: 1

Eintrag 1940
Schlagworte Windstille
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 20.2.1807
Quellenzeitangabe
Originaltext In der Nacht vom 19./20.Februar 1807 stürmte es heftig. Laut Angaben von Oberleutnant Lingg habe die Nacht einem schrecklichsten Sturm, einem wahrhaften Orkan geglichen, der fürchterlich wütete und die Idee von Lingg, am nächsten Morgen nur ausgewählte Häuser anzuzünden, ohne jedoch die ganze Stadt einzuäschern, unausführbar erschienen ließ. Zwischen 3-4 Uhr habe sich der Sturm gelegt, das Firmament sei im Glanze des reinen Sonnenlichtes erschienen, und der Wind hätte sich in den Schoß einer heiteren Luft gelegt (s.S.161). Als dann im Laufe des nächsten Morgens die ausgewählten fünf Häuser angezündet wurden, hielt die Windstille mindestens so lange an, bis sie niedergebrannt waren (s.S.156). Nach der Brandausführung ließ Lingg die Truppe noch einmal antreten und marschierte mit ihr noch am selben Tag bis Vacha (S.157+165). Somit dürfte die Brandausführung bis zum späten Mittag oder frühen Nachmittag gedauert haben.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.04.2007
Beleg Beate Elisabeth Schwarz und Gerhard Kraft: Hersfeld in der napoleonischen Zeit und die Ereignisse um Lingg von Linggenfeld von 1806/07, Stadt Bad Hersfeld, 2006.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3353
Schlagworte Wetter, sonniges; Windstille
Ortsangaben Steinau a. d. Straße
Zeitangabe 1826
Quellenzeitangabe Spätsommer
Originaltext Jacob Grimm: „Die letzte vergnügte Zeit dieses Jahres (1826) habe ich in Steinau verlebt, wo ich im Spätsommer, eines Geschäfts wegen, mich 14 Tage aufhalten mußte. … Es war um Mittagzeit, die Sonne schien rein über die Häuser, ein dünner Rauch stieg aus den Schornsteinen, und ich dachte, ich führe heim zu meiner Mutter …“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   26.01.2010
Beleg Wilhelm Grimm zum 200. Geburtstag. Wilhelm Grimm erinnerte sich gerne an seine Kindheit in Steinau, in: Bergwinkel-Bote 37 (1986), S. 28–31, hier S. 28 f.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3445
Schlagworte Windstille
Ortsangaben Tann
Zeitangabe 6.1.1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 6. Februar 1893, abends 9 Uhr, brach auf dem hiesigen Gute Feuer aus. Der Kuhstall und die Scheune wurden ein Raub der Flammen. Nur dadurch, daß es völlig windstill war und sehr rasch die Feuerwehren von Tann, Rohrbach, Biedebach, Reilos, Friedlos und Gerterode zur Stelle waren und energisch löschten, wurde größerer Schaden verhütet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.02.2011
Beleg Manfred Blumenhofer: Feuer und Wasser, in: 650 Jahre Tann 1355–2005, Geschichte und Brauchtum eines hessischen Dorfes im Besengrund. hrsg. von dem Festausschuss Tann (Arbeitskreis Chronik), Ludwigsau, 2005, S. 372–376, hier S. 375.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4178
Schlagworte Neuschnee; Schneedecke, geschlossene; Schneeschmelze; Windstille; Tauwetter; Sonnenschein; Schneegestöber; Wind, starker; Gewitter; Mäuse, ersoffene
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg
Zeitangabe 12.5.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der 12 Mai, wo der Luftwäger von 5° bis 7° wechselte, zeigte dem Auge den wahren Winter: wohin es schaute, war Alles weiß. Von den entfernteren Bergen erkannte man kaum die Wälder, deren nakte (sic!) Bäume so wie die auf dem Kreuzberge ganz mit Schnee bekrustet waren. Auch in den Thälern lag Schnee, welcher jedoch schon Morgens gegen 7 Uhr zu schmelzen anfing. Gegen Mittag war es windstill: wir Sonnenschein und Thauwetter; Nachmittags um 3 Uhr Schneegestöber bei starkem Westwinde. Abends sah man noch Schnee auf allen Bergen, und gegen 6 Uhr hörte man den ersten Donner rollen. Das Gewitter zog zwischen Bergen und Thälern über Sandberg, Gefäll, u. s. w. nach Süden. Um 7 ½ Uhr hatten wir Regen und schön völlige Nachtfinsterniß bei schwarzgrauem Himmel, und um 9 Uhr war der Schnee wieder so hoch wie heute frühe.
Bei solchen frostigen, traurigen, nassen und äußerst kalten Tagen verliert man beinahe die Geduld zu Wetterbeobachtungen. Gewiß kann hier noch Niemand das alte fränkische Maienlied anstimmen: „der Maie, der Maie ist gar ein’ schöne Zeit.“ Der Mai ist bis heute eine recht abscheuliche Zeit: nur tröstet uns die Hoffnung besserer Tage bei dem jetzigen anhaltenden Regen. Dieser hat wenigstens jetzt schon Millionen Reitmäuse, u. d. gl. vertilgt, welche gewiß noch größeren Schaden in Feldern und Wiesen angerichtet hätten, als es bereits geschehen ist."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 277–278
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

Seite: 1