Datensätze

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Eintrag 1050
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 30.11.1646 - 31.12.1646
Quellenzeitangabe
Originaltext "kein rechter harter Winter"
Bemerkungen Wetteraufzeichnungen des Landgrafen Hermann IV.; Datumsangaben sind durch Zugabe von 10 Tagen vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender umgerechnet.
Bearbeitungsstand   09.07.2005
Beleg Lenke: Klimadaten, S. 41
Bearbeiter Sascha Romroth
   
Eintrag 1219
Schlagworte Beginn der Feldbestellung; Winter, milder
Ortsangaben Wallau
Zeitangabe 26.2.1846
Quellenzeitangabe
Originaltext „[1846] ist das Wetter leidlich gewesen,daß man den ganzen Winter hat arbeiten können. Den 26. Februar haben wir geäckert.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 265.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1232
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Wallau
Zeitangabe 23.1.1863
Quellenzeitangabe
Originaltext "Am 23. Januar [1863] waren +7° R[eaumur] im Schatten. Der Winter war gelinde.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 265.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1400
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1897 - 1898
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext Der Winter 1897/ 98 war gelind, brachte viel Regen, Nebel, aber wenig Kälte.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 14.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1410
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Dorfitter
Zeitangabe 1898 - 1899
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Der Winter 1898/99 ist sehr gelind, was den Bahnarbeiten sehr förderlich ist.“
Bemerkungen Schulchronik Dorfitter
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 15.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1545
Schlagworte Winter, milder; Schnee, kaum; Schafaustrieb, winterlicher
Ortsangaben Treysa
Zeitangabe 15.12.1790 - 5.1.1791
Quellenzeitangabe
Originaltext "Vierzehn Tage nach Andreastag hat es ein wenig gefroren; ungefähr 3 Wochen nachdem ist es immer fast Sonnenschein gewest; man hat den ganzen Winter durch können mit den Schafen hüten und haben keine 24 Stunden keinen Schnee gehabt".
Bemerkungen Eintrag aus der Familienbibel des Treysaer Metzgermeisters Johannes May (*1764).
Bearbeitungsstand   07.02.2006
Beleg Alfred Giebel: Aus einer alten Treysaer Familienbibel, in: Schwälmer Jahrbuch (1975), S. 54-57, hier S. 54 f.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1558
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Treysa
Zeitangabe 1821 - 1822
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der vorhergehende Winter [1821/22; J.E.] ist immer ohne Frost gewesen, so daß die Gerste, welche den Sommer ausgefallen, im folgenden Sommer zur Reife gekommen ist. Im ganzen ein merkliches Jahr!"
Bemerkungen Eintrag aus der Familienbibel des Treysaer Metzgermeisters Johannes May (*1764).
Bearbeitungsstand   07.02.2006
Beleg Alfred Giebel: Aus einer alten Treysaer Familienbibel, in: Schwälmer Jahrbuch (1975), S. 54-57, hier S. 56.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1647
Schlagworte Winter, milder; Schneeregen; Sturm, häufiger; Bäume, entwurzelte; Dächer, abgedeckte
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 21.12.1816 - 20.3.1817
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext "1816 et 1817 den ganzen winder durch haben wir nicht viel Kalt gehabt immer Regen mit schnee vermist aber der schnee blieb jimmer nicht Lange liegen es war aber durch den ganzen winder immer so sturm wind das er beyme aus gerißen hat halbe dächer abgedeckt hat"
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Hessens sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   26.06.2006
Beleg Aufzeichnung des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz.
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 1938
Schlagworte Winter, milder; Frühjahr, mildes
Ortsangaben Hetzbach
Zeitangabe 1420
Quellenzeitangabe
Originaltext "1420 - Winter und Frühjahr sind so mild, dass im April Kirschen und im Mai Trauben reif waren"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   21.02.2007
Beleg Festschrift "650 Jahre Hetzbach - Chronik eines Dorfes".
Bearbeiter Odulf Meyer
   
Eintrag 2325
Schlagworte Winter, milder; Obstbaumblüte, frühe
Ortsangaben Wommelshausen
Zeitangabe 1750
Quellenzeitangabe
Originaltext Sehr milder Winter. „…die Obstbäume blühten schon im März!“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.08.2007
Beleg Horst W. Müller (Bearb.): Wommelshausen. 1336-1986. Ein Dorfbuch, hrsg. vom Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen e.V, Marburg, 2., überarb. und erg. Aufl. 1995, S. 61.
Bearbeiter Horst W. Müller
   
Eintrag 2339
Schlagworte Winter, milder; Beginn der Wachstumsperiode
Ortsangaben Wommelshausen
Zeitangabe 1.2.1859
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 1. Februar [1859] hatten die Bäume und Sträucher schon Blätter.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.08.2007
Beleg Horst W. Müller (Bearb.): Wommelshausen. 1336-1986. Ein Dorfbuch, hrsg. vom Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen e.V, Marburg, 2., überarb. und erg. Aufl. 1995, S. 70.
Bearbeiter Horst W. Müller
   
Eintrag 2373
Schlagworte Winter, milder
Ortsangaben Hartenrod
Zeitangabe 12.1749 - 2.1750
Quellenzeitangabe
Originaltext 1750: milder Winter
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2007
Beleg Pfarrchronik Hartenrod
Bearbeiter Alexander Ceres
   
Eintrag 3215
Schlagworte Witterungsverhältnisse; Winter, milder; Frühlingsgewitter; Hagel; Sommer, trockener; Sommer, heißer; Herbst, schöner; Stürme; Gebäudeschäden; Fruchtpreise; Überschwemmung
Ortsangaben Hersfeld; Fritzlar
Zeitangabe 1867 - 1868
Quellenzeitangabe
Originaltext „Witterungsverhältnisse: Der Winter von 1867 auf 1868 war gelind und mehr naß als kalt. Im Frühling heftige Gewitter mit Hagel. Der Sommer anhaltend trocken und heiß brachte frühe Ernte. Ertrag der Ernte mittelmäßig. Herbst schön. Im Dezember heftige Stürme (in Fritzlar schmeißt der Sturm einen Kirchturm um). Von Christtag bis Neujahr viel Regen und großes Wasser. Fruchtpreise: Roggen 8 Reichstaler, Weizen 10 Reichstaler.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4; zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 18.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3217
Schlagworte Witterungsverhältnisse; Winter, milder; April, warmer und schöner; Herbst, warmer; Herbst, rauher; Fruchtpreise
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 1868 - 1869
Quellenzeitangabe
Originaltext "Witterungsverhältnisse: der Winter von 1868 auf 1869 gelind, der April außerordentlich warm und schön. Der Sommer trocken und kühl. Der Herbst in der ersten Hälfte warm, in der zweiten Hälfte rauh.
Fruchtpreise: Roggen 8 bis 8 ½ Reichstaler für300 Pfd. Weizen 9 bis 9 ½ Reichstaler für 300 Pfd. Gerste 7 Reichstaler für 240 Pfd. Hafer 5 Reichstaler für 200 Pfd. Erbsen 8 bis 8 ½ Reichstaler für 300 Pfd.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4; zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 22.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3220
Schlagworte Witterungsverhältnisse; Winter, milder; Frühling, rauher; Sommer, trockener; Herbst, warmer und schöner
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 1873 - 1874
Quellenzeitangabe
Originaltext „Über die Witterungsverhältnisse wird hier bemerkt, dass der Winter von 1873 auf 1874 sehr gelind war. Der Frühling dieses Jahres war rau, der Sommer trocken, September und die erste Hälfte des Oktobers sehr warm und schön. Mitte November der erste Schnee und Frost, jedoch gelind bis zum 28. Dezember, wo größere Kälte eintrat.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2009
Beleg louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4; zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 30.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3222
Schlagworte Witterungsverhältnisse; Neuschnee; Winter, langer; Winter, milder
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 11.1875 - 31.3.1876
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter von 1875/76 begann Ende November mit viel Schnee. Den 6. Dezember 18 Grad R unter 0. Es war im allgemeinen gelind dauerte aber bis zum Schluß des März.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4; zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 33.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 3228
Schlagworte Winter, milder; Boden, schneefreier; Pflanzen, blühende
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 9.1.1882
Quellenzeitangabe
Originaltext „9. Januar [1882]: Der überaus milde Winter und der schneefreie Boden machen es möglich, noch jetzt im Freien blühende Pflanzen zu sehen. Der Holunder und Cirenenstrauch treiben Knospen. Die rote taube Nessel blüht noch vom Herbst her. Es blüht sie sog. „Vogelmiere“ und das Kreuzkraut, auch die Gänseblume."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   25.08.2009
Beleg Louis Demme: Nachrichten und Urkunden zur Chronik von Hersfeld, Bd. 4; zusammengestellt und bearbeitet von Dieter Handtke, Bad Hersfeld 2006, S. 37.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4076
Schlagworte Kirschblüte, frühe; Winter, milder
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 12.1601 - 3.1602
Quellenzeitangabe
Originaltext 1602: "haben die Kirschenbäume im März-Monath schon verblühet, und ist vorher die Witterung den ganten Winter hindurch warm gewesen"
Bemerkungen Aufzeichnungen von Konrad Appel aus Hochstadt
Bearbeitungsstand   14.10.2013
Beleg Auszug eines im Manuscript vorhanden und vom Jahre 1563 bis 1617 geführten Jahr- und Tage-Buchs von Hochstadt, in: Hanauisches Magazin 1 (1778), S. 17–24, hier S. 19.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4193
Schlagworte Winter, milder; Rebschnitt, Beginn
Ortsangaben Hochstadt
Zeitangabe 25.1.1609
Quellenzeitangabe
Originaltext 1609: „1609 hat man 4 Wochen vor Petri angefangen in den Weinbergen zu schneiden, nachdem ein sehr gelinder Winter vorher gegangen war“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.01.2015
Beleg Auszug eines im Manuscript vorhanden und vom Jahre 1563 bis 1617 geführten Jahr- und Tage-Buchs von Hochstadt, in: Hanauisches Magazin 1 (1778), S. 17–24, hier S. 21.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4220
Schlagworte Winter, milder; Frühjahr, nasskaltes; Gewitter; Wolkenbruch; Regen, mehrstündiger; Überschwemmung; Unwetter; Gebäudeschäden; Wiesen, verwüstete; Äcker, verwüstete; Bäume, entwurzelte; Wege, auffgerissene; Heuernte, vernichtete; Hagelwetter; Hagelkörner von 30 cm Durchmesser
Ortsangaben Rasdorf; Grüsselbach
Zeitangabe 12.1748 - 9.9.1749
Quellenzeitangabe
Originaltext „In der von Pfarrer Valentin Fuchs niedergeschriebenen Ordnung der Gottesdienste am Gehilfersberg wird vermerkt, daß die Pfarreien Rasdorf und Großentaft auf Grund eines Gelübdes seit 1750 am Tag des hl. Johannes Nepomuk (16. Mai), des Patrons gegen Wasserschäden, zum Gehilfersberg wallfahrteten.
Die größten uns bekannt gewordenen Unwetterkatastrophen erlebte Rasdorf nämlich im Vorjahr 1749. Nach einem milden Winter und einem naßkalten Frühjahr, das schon schlechte Ernteaussichten brachte, kam am zweiten Pfingsttag (26. Mai) ein neun Stunden anhaltendes Gewitter mit einem Wolkenbruch. Der Dorfbach schwoll, wie Fuchs berichtet, zu Wassermassen an, als ob der Rhein durch Rasdorf fließe. Außer Wasser und Bergen will der Chronist dieser Sintflut kaum etwas gesehen haben. Zu allem Unheil kam am dritten Pfingsttag (27. Mai) ein fast gleiches Unwetter. Der vor allem im Unterdorf von Rasdorf und in Grüsselbach angerichtete Schaden war ungeheuer. Dämme und Brücken wurden zerrissen, Häuser, Scheunen und Ställe wurden umgerissen und deren Bauholz von den Wassermassen, die auch starke Bäume entwurzelten, weggeschwemmt, Wiesen und Äcker waren mit Schlamm und Steingeröll verwüstet, die Wege und Straßen mit tiefen Löchern aufgerissen und unbefahrbar.
Das Katastrophenjahr setzte sich mit einem weiteren Unwetter fort, das wenige Wochen später die Heuernte total vernichtete. Schließlich kam nach Mariä Geburt (8. September, also am 9.9.1749) ein Hagelwetter, noch zwei Tage später lagen die Hagelkörner 30 Zentimeter und höher. Auch der höher gelegene Ortsteil von Rasdorf kam nicht ohne Schaden davon. Viermal drang das den Anger herunterfließende Wasser in die Stiftskirche ein, brachte Grabgrüfte zum Einsturz und hinterließ am Boden eine hohe Schicht Schlamm und Unrat.
Die große Katastrophe lebte noch lange in der Erinnerung der Menschen weiter. Zum Beispiel berichtete der alte Jakob Schreiber in Grüsselbach noch in den 20er Jahren von einem großen Wolkenbruch, der mehrere Tage gedauert habe, und bei dem das Wasser in der Kirche zu Grüsselbach bis in die Höhe der Empore eingedrungen sei. Bei diesem Unwetter sei auch das Erdreich von der einst bewaldeten steilen Westseite des Standorfberges weggeschwemmt worden.“
Dem Artikel ist eine Ansicht von Rasdorf von nach 1853 beigefügt. Im Bildtext darunter heißt es: „Bei den Häusern im Bachgrund wurden aus der Erfahrung des Katastrophenjahres hohe massive Sockelgeschosse errichtet“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.10.2015
Beleg Ludwig Pralle: Das Katastrophenjahr 1749, in: Rasdorf – Beiträge zur Geschichte einer 1200-jährigen Gemeinde, hg. v Gemeindevorstand Rasdorf, 1980, S. 101–102.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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