Datensätze

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Eintrag 65
Schlagworte Winter, strenger; Schnee, viel; Kältetote; Teuerung
Ortsangaben Hessen-Kassel
Zeitangabe 21.12.1570 - 20.3.1571
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext "Das [15]71 jahr darauf hatte einen so kalten winter und ungewoehnlichen schnee / daß viel leut darab erfriren muessen: Dem folgete auch ein geschinde thewrung.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.01.2009
Beleg Wilhelm Dilich: Hessische Chronica, Cassel 1605, p. 335.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1166
Schlagworte Kälte; Winter, strenger
Ortsangaben Marburg
Zeitangabe 1757
Quellenzeitangabe
Originaltext 1757 begründete die achtzigjährige Steindeckerswitwe Anna Barbara Wormsbacher ihr Almosengesuch an die Philipps-Universität damit, dass sie "'nun 20 Jahr eine Wittib gewesen und über die 8 Jahr blind gewesen, mithin mir bey dieser Kälte nicht zu helfen weiß'. Die Frau erhielt zunächst 5 Albus, aber im selben Jahr zwei weitere Spenden von 5 und 7 Albus."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.08.2005
Beleg Heinrich Meyer zu Ermgassen: Die Universitäts-Almosen. Ein Kapitel aus der Sozialgeschichte der Universität Marburg, in: Jahrbuch für hessische Landesgeschichte Bd. 37 (1987), S. 99-239, hier S. 192.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1238
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Wallau
Zeitangabe 1870 - 1871
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter von 1870/71 war streng.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   05.09.2005
Beleg Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Wallau 1936, S. 265.
Bearbeiter Horst Heck
   
Eintrag 1314
Schlagworte Winter, langer; Winter, strenger
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 21.12.1829 - 20.3.1830
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „anhaltend strenge und lange Winter“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.09.2005
Beleg Chronik der Stadt Rotenburg an der Fulda von 1700 bis 1972, bearbeitet von Hans-Günter Kittelmann, Kassel 1998 (Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde; Bd. 30), S. 57.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1367
Schlagworte Winter, strenger; Frostschäden an Obstbäume; Wildfütterung
Ortsangaben Altenlotheim
Zeitangabe 1879 - 1880
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Der Winter 1879/80 war außerordentlich streng. Die letzten Tage des Januar 1880 waren namentlich für das Wild sehr schädlich. Die Schonungen, in denen sich das Wild gerne
hält, waren in Eis gehüllt; jeder Heidestengel, jeder Grashalm, jede Binse, jedes Reischen war mit einer zolldicken Eiskruste überzogen. Was aber das Schlimmste war, war daß der Schnee selbst im Walde so fest gefroren war, daß er den Menschen trug. Es war daher besonders den Rehen nicht möglich ohne zu stürzen von der Stelle zu kommen. Alle Mühe die sich die Herren Forstbeamten mit Füttern gegeben haben konnte nichts nützen, weil das Wild nicht von der Stelle kam. Durch den heftigen Frost des Winters sind auch zahlreiche Obstbäume erfroren namentlich Zwetschen und Äpfel und ist ein Zeitraum von 15-20 Jahren nötig bis der Schaden wieder ausgewachsen ist.“
Bemerkungen Schulchronik Altenlotheim
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 9-10.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1376
Schlagworte Winter, strenger; Temperaturangaben
Ortsangaben Altenlotheim
Zeitangabe 1885 - 1886
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter 1885/86 war streng und anhaltend. Den 6. Januar fiel ein tiefer Schnee der bis zum 21. März liegen blieb und sich durch neuen Schneefall noch vermehrte, so daß der Schnee 1/2 bis 3/4 Meter hoch lag. Stellenweise auch noch bedeutend höher. Am 8. März hatten wir noch 18° Kälte R. Am 15. März morgends noch 11°R Kälte. Viele Zugvögel, welche zurückkamen litten große Not, desgleichen die hiesigen Standvögel und das Wild des Waldes. Am 21. März trat Tauwetter ein. Doch gab es nicht so erges Gewässer, als man befürchtet hatte.“
Bemerkungen Schulchronik Altenlotheim
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 10-11.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1386
Schlagworte Winter, strenger; Winter, langanhaltender; Futtermangel
Ortsangaben Sachsenberg
Zeitangabe 1892 - 1893
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext „Es trat jedoch ein so strenger, anhaltender Winter ein, wie ein solcher ebenfalls in diesem Jahrhundert kaum vorgekommen sein mag, so daß bis zum Frühjahr alle Futtervorräthe verbraucht waren.“
Bemerkungen Bericht des Sachsenberg Bürgermeisters Weber
Bearbeitungsstand   28.09.2005
Beleg Helmut Göbel: Mehr als 100 Jahre Wetter in unserer Heimat, 1995, unveröffentlichtes Manuskript, S. 12.
Bearbeiter Karl-Hermann Völker
   
Eintrag 1416
Schlagworte Winter, strenger; Flüsse, zugefroren
Ortsangaben Eberbach; Mainz; Rhein, Fluss
Zeitangabe 1538 - 1539
Quellenzeitangabe
Originaltext 1538/1539: Strenger Winter, der Rhein ist zugefroren. Am 5. Januar "ist gegen Abend uff einem Schlitten über den Rhein geführt worden der Abt zu Erbach [Anm. RB: gemeint ist Eberbach im Rheingau], welcher zu Mainz des vordern (d. h. vorhergehenden) Tags in Gott verschieden war, und liegt im Kloster E[be]rbach begraben."
Bemerkungen Quelle für die Wetterangaben Zimmermanns waren die "Hanauer Regierungsprotokolle".
Bearbeitungsstand   04.10.2005
Beleg Ernst J. Zimmermann: Hanau. Stadt und Land. Kulturgeschichte und Chronik einer fränkisch-wetterauischen Stadt und ehemaligen Grafschaft, Hanau, 2. Aufl. 1917, S. 706.
Bearbeiter Reiner Bremser
   
Eintrag 1508
Schlagworte Winter, strenger; Mortalitätsanstieg; Zunahme des Bettels; Waisenhausgründung
Ortsangaben Hersfeld
Zeitangabe 1709
Quellenzeitangabe
Originaltext „Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß 1709 ein Waisenhaus in Hersfeld gegründet wurde. Offenbar waren in den beiden vorangegangenen Jahren viele Eltern gestorben, so daß ein entsprechender Bedarf bestand. Während des strengen Winters 1709 hatte außerdem das Betteln zugenommen. Zahlreiche elternlose Kinder bestritten auf diese Weise ihren Lebensunterhalt. Das gab den Anstoß zur Gründung des Waisenhauses.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.01.2006
Beleg Jörg Witzel: Hersfeld 1525 bis 1756. Wirtschafts-, Sozial- und Verfassungsgeschichte einer mittleren Territorialstadt, Marburg 1994 (Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte; Bd. 14), S. 28.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 1919
Schlagworte Winter, strenger; Sommer, kühler
Ortsangaben Hessen
Zeitangabe 12.1368 - 8.1369
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Jahre 1368 begann der Winter erst kurz vor Christtag, dauerte aber mit ungewöhnlicher Strenge bis zu St. Gregorius Tage. Dieser Tag war warm, und eben so waren auch April, Mai und Anfang Juni warm. Urbanustag war wieder kalt mit Frost, und so blieben auch die Monate Juni und Juli; erst in der Mitte August trat Wärme ein.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.04.2007
Beleg August Friedrich Christian Vilmar: A. F. C. Vilmar’s Wetterbüchlein, 6. Aufl., Marburg 1903 (Nachdr. 1981), S. 45.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2296
Schlagworte Winter, strenger; Kälte, große; Wölfe
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 21.12.1539 - 20.3.1540
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext Winter 1539/40: besonders strenger Winter mit großer Kälte und tiefem Schnee, in dem rudelweise Wölfe in die Dörfer eindrangen und dass das Vieh auch im Stall kaum sicher war.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.07.2007
Beleg Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche
Bearbeiter Torsten Rost
   
Eintrag 2303
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 21.12.1733 - 20.3.1734
Quellenzeitangabe
Originaltext 1733: besonders strenger Winter
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.07.2007
Beleg Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche
Bearbeiter Torsten Rost
   
Eintrag 2304
Schlagworte Winter, strenger; Frost; Schaden an Weinbergen
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 21.12.1739 - 20.3.1740
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext 1739, besonders strenger Winter: Fast alle Weinberge sind erforen, so dass der Weinanbau um Eschwege herum entgültig eingestellt wurde.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.07.2007
Beleg Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche
Bearbeiter Torsten Rost
   
Eintrag 2305
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 1823 - 1824
Quellenzeitangabe
Originaltext besonders strenger Winter
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.07.2007
Beleg Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche
Bearbeiter Torsten Rost
   
Eintrag 2306
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 1827 - 1828
Quellenzeitangabe
Originaltext besonders strenger Winter
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.07.2007
Beleg Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche
Bearbeiter Torsten Rost
   
Eintrag 2322
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Wommelshausen
Zeitangabe 1740
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ein sehr starker Winter."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.08.2007
Beleg Horst W. Müller (Bearb.): Wommelshausen. 1336-1986. Ein Dorfbuch, hrsg. vom Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen e.V, Marburg, 2., überarb. und erg. Aufl. 1995, S. 60.
Bearbeiter Horst W. Müller
   
Eintrag 2323
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Wommelshausen
Zeitangabe 1744
Quellenzeitangabe
Originaltext "ein sehr kalter Winter"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.08.2007
Beleg Horst W. Müller (Bearb.): Wommelshausen. 1336-1986. Ein Dorfbuch, hrsg. vom Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen e.V, Marburg, 2., überarb. und erg. Aufl. 1995, S. 60.
Bearbeiter Horst W. Müller
   
Eintrag 2327
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Wommelshausen
Zeitangabe 12.1789 - 3.1790
Quellenzeitangabe
Originaltext "Ein sehr kalter Winter."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.02.2008
Beleg Horst W. Müller (Bearb.): Wommelshausen. 1336-1986. Ein Dorfbuch, hrsg. vom Heimat- und Verschönerungsverein Wommelshausen e.V, Marburg, 2., überarb. und erg. Aufl. 1995, S. 62.
Bearbeiter Horst W. Müller
   
Eintrag 2370
Schlagworte Winter, strenger
Ortsangaben Hartenrod
Zeitangabe 1740
Quellenzeitangabe
Originaltext 1740 sehr strenger Winter, noch kälter als 1709.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2007
Beleg Pfarrchronik Hartenrod
Bearbeiter Alexander Ceres
   
Eintrag 2399
Schlagworte Winter, strenger; Winter, langanhaltender; Frühjahr, kaltes; Luftströmung, vorherschend kalte nördliche und nordöstliche; Mai, ab Ende milderes Wetter; Juni, überwiegend sommerlicher; Juli, langanhaltendes, abnorm kühles Wetter im; Juli, überwiegend regnerischer; August, feuchte Witterung im; Ernteausfall bei Roggen um 50 Prozent; Ergotismus-Epidemie; Todesfälle, zahlreiche
Ortsangaben Kassel, Kreis; Frankenberg, Kreis; Geismar; Dainrode; Haubern; Bottendorf
Zeitangabe 12.1878 - 8.1879
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter 1878/79 war sehr lang und streng gewesen; und das auf ihn folgende Frühjahr zeigte ebenfalls eine ungünstige, im Vergleich zu normalen Jahren viel zu kalte Witterung. Mit Ausnahme einer weniger wärmerer Tage zu Ende März und Anfang April herrschte bis weit in den Mai hinein eine kalte nördliche und nordöstliche Luftströmung vor, welche die Vegetation in ihrer Entwicklung stark hemmte und schon damals größere Ernteschäden befürchten ließ. Erst in der zweiten Hälfte des Mai trat milderes Wetter ein, das sich im Juni mit überwiegend sommerlichen Temperaturen fortsetzte. Dagegen brachte dann der Juli erneut langanhaltendes, abnorm kühles Wetter mit fast täglichem Regen. Auch im August war die feuchte Witterung vorherrschend. Der Sommer 1879 fiel demnach also buchstäblich ins Wasser.
Durch die Ungunst der Witterung waren die Ernteaussichten sehr verringert. Für den Regierungsbezirk Kassel rechnete man mit einem Ernteausfall bei Roggen, der Hauptbrotfrucht, von rd. 50%. Hinzu kam, begünstigt durch das nasse und kühle Wetter, eine ungewöhnlich starke Entwicklung des Mutterkorns, namentlich im Kreis Frankenberg. Wie hoch der Anteil des Mutterkorns am Roggen war, läßt sich nicht mehr mit Sicherheit bestimmen. Je nach den vorherrschenden Bodenverhältnissen war er von Gemarkung zu Gemarkung verschieden. In einzelnen Feldlagen soll er bis zu 10 % betragen haben. Im Durchschnitt lag er bei etwa 2 %. Am stärksten zeigte sich die Mutterkornbildung in den Gemarkungen Geismar, Dainrode, Haubern und Bottendorf. In den dortigen Gemeinden war denn auch die Zahl der späteren Erkrankungen besonders hoch. Außer beim Roggen wurde Mutterkorn auch bei der Gerste und besonders bei der Trespe beobachtet. Mancherorts waren die Roggenfelder bis zu einem Drittel mit Trespen durchsetzt. Ungewöhnlich war auch die Lange der Sklerotien. Beim Roggenmutterkorn betrug sie nicht selten 2-3 cm.“

Am 11.9.1879 begann unmittelbar im Anschluß an die Roggenernte, nach Verzehr des ersten Brotes vom frischen Korn, in Geismar, nördlich von Frankenberg die später sogenannte Frankenberger Ergotismus-Epidemie auf, bei der im Kreis Frankenberg mehr als 500 Menschen an der Vergiftung mit Mutterkorn erkrankten, von denen fast 25 % starben und die übrigen oft ein Leben lang an den Spätfolgen litten oder vorzeitig starben. Die Erkrankungen traten nachgewiesenermaßen auch noch in Allendorf, Altenlotheim, Birkenbringhausen, Bockendorf, Bottendorf, Dainrode, Dörnholzhausen, Ederbringhausen, Ellershausen, Frankenau, Frankenberg, Friedrichshausen, Haubern, Hommershausen, Hüttenrode, Löhlbach, Louisendorf, Schreufa, Viermünden, Willersdorf auf. Nach Ostern 1880 traten nur noch vereinzelte Erkrankungen auf. Alle amtlichen Bemühungen, die frühzeitig absehbare Gefahr durch entsprechende Warnaufrufe und Kontrollen zu bannen, waren nur teilweise erfolgreich. Es war die letzte Epidemie der Mutterkornkrankheit in Deutschland.

Lokale Besonderheiten:
In der Landbevölkerung des Kreises Frankenberg waren die Warnungen vor dem Mutterkorn als Urheber der sog. Kriebelkrankheit ungläubig von der Hand gewiesen worden. Diese Haltung sollte sich erst nach Ablauf der Epidemie ändern.
Zum andern war der Anteil Armer dort sehr hoch, die sich kein anderes Brot leisten konnten. Denn der Kreis Frankenberg gehörte schon in kurhessischer Zeit wegen seiner Strukturschwäche zu den ärmsten und rückständigsten Gebieten, woran sich nach der Übernahme durch Preußen 1866 zunächst auch nichts geändert hatte. Hunger, Verwahrlosung und täglicher Schnapskonsum gehörten zum Alltag vieler, wodurch auch die körperliche Abwehrlage gegen eine Vergiftung schon von vorneherein geschwächt war. Im Jahre 1879 hatte es im Kreis Frankenberg zusätzlich zur schlechten Roggenernte noch eine schlechte Kartoffelernte gegeben, die die Armen, die nur von Roggen und Kartoffeln lebten, besonders hart traf.
Die Entwässerung der Äcker im Kreis Frankenberg kam wegen der damals noch bestehenden Zersplitterung des Bodens, die später durch Verkoppelung überwunden wurde, erst nach dem Ersten Weltkrieg in Gang.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   11.01.2008
Beleg Horst Hecker: Die Ergotismus-Epidemie im Kreis Frankberg 1879/80, in: ZHG Bd. 106 (2001) S.209-228, hier S. 217-218.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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