Datensätze

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Eintrag 952
Schlagworte wechselhaft; Winteranfang
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 13.12.1644 - 29.12.1644
Quellenzeitangabe
Originaltext "unstet, Winter angefangen"
Bemerkungen Wetteraufzeichnungen des Landgrafen Hermann IV.; Datumsangaben sind durch Zugabe von 10 Tagen vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender umgerechnet.
Bearbeitungsstand   08.07.2005
Beleg Lenke: Klimadaten, S. 40
Bearbeiter Kazim Eruensal
   
Eintrag 1301
Schlagworte Winteranfang; Winter, extrem harter; Frost; Schnee; Hungersnot; Winterende
Ortsangaben Frankenberg
Zeitangabe 18.11.1476 - 6.4.1477
Quellenzeitangabe Winter
Originaltext "Der schlimmste Winter ..., den die Stadt Frankenberg in ihrer Geschichte je erlebte, war der Winter 1476/77 ... Im Sommer 1476 hatte eine Brandkatastrophe die Stadt heimgesucht ... Nur wenige Gebäude, wie die Liebfrauenkirche, das Steinhaus und einige Scheunen waren von der 'reichen Bürgerstadt' übriggeblieben. Ganze Familien zogen in die Nachbarorte oder 'in die Fremde', um eine neue Existenz zu suchen. Der Chronist Wigand Gerstenberg schreibt, daß vor allem 'das junge ledige Volk von Bürgersöhnen und -töchtern' die Heimatstadt an der Eder verließ. Die Unerschütterlichen, die in den ausgebrannten Trümmern der Stadt blieben, waren der Winterkälte ausgeliefert. Als erstes wurden die Keller bezogen. [...] Nach Berichten des Chronisten begann der 'große Schnee' am 18. November 'eine Woche nach St. Martin'. Und dieser Schnee blieb liegen bis zu Ostern 1477, insgesamt 20 Wochen lang. Gerstenberg: 'Es fiel allzeit soviel Schnee auf den alten, wie es den Menschen ihre Lebtage noch nie zuvor widderfahren war.' Der Chronist Gerstenberg beschreibt die verzweifelte Situation der Frankenberger, die es vor Rauch und Qualm in den Kellern nicht mehr aushalten konnten. Taumelten sie ins Freie, dann wurden sie von Frost geschüttelt. Die armseligen Schuppen und Scheuern ließen sich nicht heizen. Es starben die Kühe und Schweine und alles andere Viehzeug, '... das im Herbst unter kein Dach gekommen war.' Es drohte eine große Hungersnot. Doch es kam Hilfe von außen: 'Diesen Brand, Jammer, Schaden und Betrübnis hatten die von Trysa erfahren, und ließen viele Brote backen und sammelten auch viel Leinwand, und schickten drei gute Wagen voll Brot und Kleider gen Frankenberg, den armen Leuten und nackten Kindern zur Hilfe und zum Troste', berichtet Gerstenberg."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.09.2005
Beleg Im Jahre 1476/77. 20 Wochen Schnee, Frost und viel Not. Der härteste Winter, den die Stadt Frankenberg je erlebt hat, in: Frankenberger Zeitung Nr. 17 vom 20.1.79, S. 5.
Bearbeiter Jochen Ebert
   

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