Datensätze

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Eintrag 782
Schlagworte Wintereinbruch
Ortsangaben Eschwege
Zeitangabe 4.10.1739
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der in anno 1739 bis 1740 angehaltene kalte Winter, so in 1739 den 4. Octobris angefangen und immer fort gefroren, daß es 1740 von Neuen Jahr recht grimmig kalt worden, daß auch den Sonntag nach Heilige Drei Könige die allerstärkste Kälte gestanden, welche so grausam gewesen, daß, wie die Casselische Zeitung gemeldet, 193 Menschen allein im Hessenland erfroren. Und ist das Eis auf der Werra 6 Werkschuhe dick gefroren, hat auch gedauert bis den 17. Martii, da dann das Eis losgebrochen und fortgangen, jedoch ohne merklichen Schaden. Es hat mit Frost und Schnee alle Tage continuieret bis zum Aprilis, und ist ein solcher harter Winter bei keines Menschen Gedenken so stark gewesen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.05.2005
Beleg Henrich Hoferock: Kurze Beschreibung der Stadt Eschwege von 1736, hrsg. von Otto Perst, Göttingen 1954, S. 41.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 837
Schlagworte Wintereinbruch; Temperaturabfall
Ortsangaben Rotenburg
Zeitangabe 13.4.1641 - 24.4.1641
Quellenzeitangabe
Originaltext "Nachwinter"
Bemerkungen Wetteraufzeichnungen des Landgrafen Hermann IV.; Datumsangaben sind durch Zugabe von 10 Tagen vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender umgerechnet.
Bearbeitungsstand   06.07.2005
Beleg Lenke: Klimadaten, S. 38.
Bearbeiter Benjamin Brandt
   
Eintrag 1730
Schlagworte Wintereinbruch; Eis; Schnee
Ortsangaben Spiesheim
Zeitangabe 18.11.1849
Quellenzeitangabe
Originaltext "Nofemb. d. 18t hat der Winter angefangen mit Eis duscht(?) und Schnee"
Bemerkungen Spiesheim liegt nicht in den Grenzen des heutigen Bundeslandes Hessen, sondern in Rheinland-Pfalz, gehörte aber von 1803-1945 zum Großherzogtum Hessen (Darmstadt).
Bearbeitungsstand   04.08.2006
Beleg Hausbuch des Spiesheimer Schmiedemeisters Andreas Stephan, Privatbesitz
Bearbeiter Ingolf Jung
   
Eintrag 2991
Schlagworte Wintereinbruch
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes
Zeitangabe 1708
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Herbst fiel ein früher Schnee, als das Laub noch an allen Bäumen, davon die Bäume so schwer, daß viel Gehölz in Waldungen dadurch verderbt worden, und obwohl selbiges Jahr eine große Quantität (=Menge) an Obst und Kraut gewachsen, ist doch solches durch diesen unerlebten Winter in fast allen Ländern zu sagen wissen. Der Weinstock ist dadurch samt gar vielen Obstbäumen, auch vieler Winterfrucht auf dem Feld, in totum (=zur Gänze) so verderbt, daß eine große Teuerung darauf erfolgte. Ein Achtel Korn kam über 5 Reichstaler, die Gerste 16 Kopf Wetzlarer Maß. Durfte auch ohne von Spreu oder Dortes (=Verdorrtes) und Raden (?) kein Branntwein gebrannt werden (=Sinn der Aussage: Nur nichts Eßbares durfte zu Schnaps gebrannt werden). Dann die Winterfrucht auf dem Feld so gar verderbt, daß viele Leute ihre Saatfrucht nicht wieder bekamen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 160.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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