Datensätze

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Eintrag 2222
Schlagworte Windhose; Tornado; Wirbelsturm
Ortsangaben Butzbach
Zeitangabe 19.7.1867
Quellenzeitangabe
Originaltext „Die Germarkung Butzbach durchzog am 19. Juli – von Westen nach Osten, von der Gießener Straße bis zur Griedler Grenze – bei einem Gewitter mit starkem Regen eine Windhose, die einen großen Theil der in ihrer Richtung stehenden, über 200, Nuß-, Aepfel-, Birn-, namentlich aber Zwetschenbäume zerstörte. Dieselben sind theils aus der Wurzel gerissen, theils an den Stämmen abgebrochen, zumeist einzelne Aeste abgerissen und oft längere Strecken fortgeschleudert. Da die Bäume mit Früchten versehen waren, ist der Schaden um so bedeutender, und kann auf einige tausend Gulden angenommen werden.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   13.07.2007
Beleg Oberhessische Zeitung, 23.7.1867.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2235
Schlagworte Wirbelsturm
Ortsangaben Berstadt
Zeitangabe 12.7.1801
Quellenzeitangabe
Originaltext „Den 12. Juli 1801, Abends 8 Uhr, zog ein sehr hoch gehendes Gewitter über Berstadt, einem in der Wetterau gelegenen Dorfe, weg. Unmittelbar darauf erhob sich mit auffallender Schnelligkeit ein Wirbelwind, welcher in einer Zeit von etwa 18 Sekunden Fenster einschlug, Bäume aus der Wurzel riß, viele Dächer stark beschädigte und zwei Scheuern mehr als zur Hälfte umwarf. Auf der Spitze des ziemlich hohen Kirchthurms hingen Strohbüschel und in manchen Stuben fand man ganze Ziegelsteine.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.07.2007
Beleg Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 109.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2236
Schlagworte Wirbelsturm; Tornado; Gewitter
Ortsangaben Niederohmen
Zeitangabe 30.7.1824
Quellenzeitangabe
Originaltext „Ueber Niederohmen, einem 2 Stunden von Grünberg gelegenen Dorfe, zogen am 30 Juli 1824 zwei Gewitter auf, und, nachdem Donner und Regen aufhörte, zogen zwei kleine Wolken im beständigen Umdrehen in entgegengesetzter Richtung auf einander los, und, nach ihrer Vereinigung, nach Osten weiter. Von diesem Augenblick an entstand in der Luft ein Getöse, das so stark war, daß viele Einwohner sich voll Angst eilig flüchteten. Zugleich bildete sich eine Rauchsäule in Form eines Trichters, der oben etwa 60 Fuß, und unten, wo er die Erde berührte, und wo seine Wirkung am heftigsten war, etwa 2 Fuß im Durchmesser hatte. Diese Windhose, in beständiger kreiselnder Bewegung, riß Kraut und andere Pflanzen aus, oder brach ihre Blätter ab, die sie in die Höhe zog, und jenseits des Dorfes wieder fallen ließ. Sie setzte über die Ohm, verursachte zuerst einen Strudel im Wasser, und hob es dann in starker Masse aus dem Bette. Der größte Theil des Wassers fiel aufs Ufer zurück, und das übrige stieg in schraubenförmiger Bewegung in die Höhe. An zwei Gebäuden von etwa 50 Schritte Entfernung, zwischen welchen die Windhose durchzog, wurden die Dächer beschädigt, ein starker Baum wurde etwas gedreht, und bekam drei Sprünge. In ihrer Bewegung wurde diese Windhose ¼ Stunde weit gesehen, und wurde dann hinter dem Dorfe, durch eine Anhöhe, den Augen der Beobachter entzogen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.07.2007
Beleg Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 109f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2237
Schlagworte Gewitter; Wirbelsturm
Ortsangaben Frankenstein; Niederbeerbach
Zeitangabe 29.6.1825
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 29. Juni 1825, Abends um 5 Uhr, stießen unfern des Schlosses Frankenstein zwei Gewitter zusammen, und entluden sich theils in dem Malcher Tannenwald, theils in der Gemarkung von Niederbeerbach. Diese Gewitter wurden von einem Wirbelwind begleitet, der im erstern Wald gegen 5000 Bäume entweder zersplitterte oder entwurzelte, in Niederbeerbach die meisten Dächer und gegen 400 Obstbäume zerstörte und eine Scheuer zusammenriß. In dem Herrschaftl. Frankensteiner Wald wurden starke Buchbäume umgerissen, und deren Aeste über Niederbeerbach geschleudert.
Zu Hassenroth, das in gerader Richtung 4½ Stunde östlich vom Frankensteiner Schlosse liegt, wurde um dieselbe Stunde, unmittelbar vor dem Ausbruch eines nicht bedeutenden Gewitters, gleichfalls ein außerordentlich heftiger Wirbelwind (Windsbraut) beobachtet. Dieser deckte in wenig Minuten die meisten Dächer ab, stürzte mehrere Wände und Giebel um, riß eine Scheuer gänzlich nieder, und entwurzelte fast alle Obstbäume, die einem Wald gleich den Ort umgaben, und nahm sie auf bedeutende Strecken mit sich fort. In einer Entfernung von einer halben Stunde, gegen Kinzig hin, also gegen Südosten, wurden Schindeln und andere Materialien, die der Wind mitgeschleudert hatte, gefunden. Alle diese Orte, nemlich Hassenroth, der Malcher und der Frankensteiner Wald, haben vor anderen Orten eine hohe Lage.“
Bemerkungen Gehört heute nicht mehr zu Hessen?
Bearbeitungsstand   14.07.2007
Beleg Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 110f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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