Datensätze

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Eintrag 1883
Schlagworte kalter Winter; milder Winter; kalter Frühling; Hochwasser
Ortsangaben Marburg
Zeitangabe 12.12.1788 - 5.4.1789
Quellenzeitangabe
Originaltext „Marburg, 8. März. Der in Marburg den 25. August 1769 geborenen Maurer- und Steihnauergeselle, Peter Pistor, beschreibt in seiner kleinen Chronik die Witterungsverhältnisse im Winter des Jahres 1788 auf 89 folgendermaßen: Vom 12. bis 21. Dezember 1788 war eine ganz horrende Kälte, die Mühlen standen stille und es trat sofort Brotmangel ein. Am 27. Dezember fing die fürchterliche Kälte wieder aufs neue an und dauerte kontinuierlich bis zum 12. Januar 1789; im ganzen waren es bis zu dem genannten Tage 7 Wochen gewesen. Die Kälte ist nicht zu beschreiben; die Brunnen waren sämtlich bis auf den Neustädter zugefroren, so daß neben Brotmangel – geschroten Brot mußte gegessen werden – auch noch Wassermangel eintrat. An die Armen wurde wiederholt Holz und sonstige Gaben ausgeteilt; die Holzverteilung war durch Studiosus Grafen von Stollberg bewirkt worden. Zuletzt gingen noch die Kirchensenioren beider Konfessionen durch die Stadt und sammelten milde Beiträge für die Armen zu Holz. Menschen und Vieh sind erfroren, ebenso erfror auch das Gemüse in den Kellern und Stuben. Die Kälte ist in Marburg beobachtet worden, und sie war um 7 Grad (32 Grad R.) höher, als in den Jahren Jahren 1709 und 1740. Am 12. Januar 1789 fing es langsam an zu thauen, und das Eis auf der Lahn, welches die Dicke von 5 Fuß erreicht hatte, ging ohne den geringsten Schaden weg. Den ganzen Februar hindurch war Frühlingswetter. Am 1. März fing die Kälte mit Schnee wieder an und dauerte den ganzen Monat durch. Am 1. und 2. April regnete es Tag und Nacht, so daß es am 4. eine starke Flut gab, wie in 20 bis 30 Jahren keine gewesen sein soll. Der 5. April fing mit schönem Frühlingswetter an.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   22.08.2006
Beleg Oberhessische Zeitung, No. 58, Marburg, 9.3.1889
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1886
Schlagworte kalter Winter; Schnee
Ortsangaben Marburg
Zeitangabe 1785
Quellenzeitangabe
Originaltext „1785 war ein sehr kalter Winter mit so viel Schnee, wie bei Menschengedenken nicht gewesen. Vor dem 12. April kam kein Pflug in die Erde.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   22.08.2006
Beleg Oberhessische Zeitung, No. 36, 12.2.1875
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1892
Schlagworte kalter Winter; Hochwasser
Ortsangaben Marburg
Zeitangabe 12.1798 - 2.1799
Quellenzeitangabe
Originaltext „1799 war ein sehr kalter Winter. Die Kälte war größer als 1709 und 1740. Den 20. Februar brach das Eis bei großem Wasser auf. Die Eisschollen stießen das Brauhaus in der Lingelgasse und dem Hinterbau des Nikolaus Boß ein. Am 22. Februar kam die große Fluth und es ertrank damals Georg Höfner, als er vor dem Weidenhauser Thor durch das Wasser reiten wollte. Er fiel vom Pferde und die Fluth nahm ihn mit bis an die Lohmühle; das Pferd kam davon.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   04.01.2007
Beleg Oberhessische Zeitung, Nr. 44, 21.2.1875.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1932
Schlagworte kalter Winter
Ortsangaben Hessen
Zeitangabe 1476
Quellenzeitangabe
Originaltext „In folgendem jar danach ist gewesen ein sehr kalter winter / darauf eine solche thewrung erfolget / dz viele sich aus verzweifelung selbst erhenckt / un umbbracht haben.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.01.2007
Beleg Wilhelm Dilich: Hessische Chronica. Kassel 1605, 2. Teil, S. 259.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1933
Schlagworte milder Winter; trockener Sommer; kalter Winter; nasser Sommer
Ortsangaben Hessen
Zeitangabe 1480 - 1481
Quellenzeitangabe
Originaltext „In Anno 1480 ist ein so warmer winter gewesen / der auch gantz keinen schnee gehabt / deme folgete ein überaus trockener Sommer / in dem gantze wasser ausgetrucknet / und man allein auff grossen und schiffreichen wassern mahlen können. Hingegen aber war der kommende winter grimmiger kälte / der sommer aber übriger nässe und voll regens / also daß die früchte verdorben / und man aus Thüringen und zu Erfurd das brod abholen müssen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.01.2007
Beleg Wilhelm Dilich: Hessische Chronica. Kassel 1605, 2. Teil, S. 260.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 1935
Schlagworte kalter Winter; Schnee
Ortsangaben Hessen
Zeitangabe 1571
Quellenzeitangabe
Originaltext "Das 71 jahr darauf hatte einen so kalte winter un ungewöhnlichen schnee / daß viel leut darab erfrire müsse:"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.01.2007
Beleg Wilhelm Dilich: Hessische Chronica. Kassel 1605, 2. Teil, S. 335.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2275
Schlagworte kalter Winter; Kälte; Schnee
Ortsangaben Stausebach
Zeitangabe 27.11.1662 - 28.2.1663
Quellenzeitangabe
Originaltext „In dißem 1662. Jahr haben die Schaff in den Ställen gestanden von dem 27. Tag Novembris an biß ins Jahr 1663, sind nicht einmal auß dem Dorf komen. Es ist ein großer Schne gefallen uff obbenembten Tag, ist keinmal abgegangen und sind als mehr und mehr Schne daruff gefallen und hatt gelegen biß ins Jahr 1663. Uff den letzten Tag February ist er angefangen fort zu gehen.“
Bemerkungen In der Originalchronik S. 164
Bearbeitungsstand   16.07.2007
Beleg Wilhelm A. Eckhardt (Hrsg.): Bauernleben im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges. Die Stausebacher Chronik des Caspar Preis 1636-1667. Beiträge zur hessischen Geschichte 13. Marburg 1998, S. 95.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2276
Schlagworte kalter Winter; nasser Sommer; nasses Jahr
Ortsangaben Stausebach
Zeitangabe 1663
Quellenzeitangabe
Originaltext „Was nun anlange tuht das obbemelte Jahr an Witterung und Fruchtbarkeit, ist zu merken, ist gewesen, wie vorbemelt, ein uberauß kalter und schneichter Winder gewesen; ist darauff gevolget ein uber die Masen naser Somer, das gar wenig Häw ist gemacht worden vor S. Jacobi.

[...]

Die naße Zeitt wehret fort und fort, das auch umb Allerheylligentag noch viel Korn ist zu sehen geweßen.“
Bemerkungen In der Originalchronik S. 167f.
Bearbeitungsstand   16.07.2007
Beleg Wilhelm A. Eckhardt (Hrsg.): Bauernleben im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges. Die Stausebacher Chronik des Caspar Preis 1636-1667. Beiträge zur hessischen Geschichte 13. Marburg 1998, S. 96.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2503
Schlagworte kalter Winter
Ortsangaben Bensheim
Zeitangabe 1.1709 - 3.1709
Quellenzeitangabe
Originaltext „1709 ist auf 3 Königstag eine Kält eingefallen, die bei 6 Wochen gedauert hat, und es war kalt, daß Menschen und Vieh in den Ställen, Vögel in den Scheuern, die Bäume im Wald, in Feldern und Gärten, insbesondere die Nußbäum, schier alle verfroren sind samt den Wingerten und den Früchten. Es hat schier gar kein Wein gegeben. Maß- und viertelweis hat man ihn zusammenkaufen müssen, die Maß 12 kr.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 168.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2845
Schlagworte kalter Winter
Ortsangaben Oberzeuzheim
Zeitangabe 1838
Quellenzeitangabe
Originaltext „In den ersten Theile des Winters 1838 herrschte eine so strenge Kälte, daß die meisten Kartoffeln erfrohren u[nd] mehrere Familien ihr Vieh zusammen in einem Stall stellen und soviel als thunlich noch mit Stroh und Dung von außen und innen verwahren mußten, damit sie dasselbe retteten. Die ältesten Leute unseres Ortes wollen sich einer solchen strengen und anhaltenden Kälte nicht erinnern können.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Hermann Josef Bausch: Oberzeuzheim im Spiegel der Geschichte. Ein Beitrag zur Orts- und Heimatgeschichte. Hadamar 1987, S. 90.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2874
Schlagworte kalter Winter; Wärme; Hitze; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1691
Quellenzeitangabe
Originaltext Januar, Febr. und März waren sehr kalt: darauf ward es sehr warm und im Jul. und Aug. ungewöhnlich heiß. Bis zum Decemb. hin war es sehr trocken. Vom Aug. an grassirte die Ruhr.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 22.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2878
Schlagworte kalter Winter; Schnee; Nässe
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1697
Quellenzeitangabe
Originaltext Jänner sehr kalt. Man fand die Erde 3 Schuhe tief gefroren. Febr. und März kalt und schneereich. Der Vorsommer war schön, der Nachsommer naß. Das Obst gerieth sehr gut.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 23.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2901
Schlagworte kalter Winter; Schnee; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1726
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Jänner hatte Schnee und Kälte; der 24. d. M. war noch kälter, wie ein Tag in 1709. Febr. war auch kalt und hatte ungewöhnlich viel Schnee.
Der Sommer war trocken und am Ende Augusts war alle Frucht und Grummet Aerndte gehalten. Dezember, der anfangs sehr kalt war, endigte sich warm.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 26.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2906
Schlagworte kalter Winter; langer Winter; Trockenheit; Wärme; Regen
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1.1731 - 4.1731
Quellenzeitangabe
Originaltext Die beiden ersten Monate waren kalt; der März rauh und trocken; April endigte sich mit Wärme und Regen.
Es war ein Frucht- und Obstreiches Jahr!
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 27.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2938
Schlagworte kalter Winter; Vereisung
Ortsangaben Hohensolms
Zeitangabe 1362
Quellenzeitangabe
Originaltext 1362 und 1460 waren sehr kalte Winter. Im erstgenannten Jahr waren sogar die Flüsse 2 ½ Monate lang zugefroren.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   04.06.2009
Beleg Timo Zimmermann: Hohensolms. Tal, Stadt, Gemeinde und Ortsteil. Ein mittelhessisches Dorf im Wandel der Jahrhunderte. Hohensolms 2000, S. 194.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2939
Schlagworte kalter Winter
Ortsangaben Hohensolms
Zeitangabe 1460
Quellenzeitangabe
Originaltext 1362 und 1460 waren sehr kalte Winter.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   04.06.2009
Beleg Timo Zimmermann: Hohensolms. Tal, Stadt, Gemeinde und Ortsteil. Ein mittelhessisches Dorf im Wandel der Jahrhunderte. Hohensolms 2000, S. 194.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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