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Eintrag 2812
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Mademühlen
Zeitangabe 2.1830
Quellenzeitangabe
Originaltext Sehr strenger Winter, Anfang Februar bis -30°, in Mademühlen starb Vieh vor Kälte.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.03.2009
Beleg Paul Stahl: Witterung und Ernte nach Berichten unserer Schulchroniken. Heimatjahrbuch für den Lahn-Dill-Kreis 2 (1992). S. 99.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2838
Schlagworte strenger Frost; Glatteis; gefrierender Regen
Ortsangaben Niederhörlen
Zeitangabe 1878 - 1879
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter 1878/79 war so kalt, dass der Schnee überall hoch lag. Hinzu kam, dass gefrierender Regen eine Eisschicht über dem Schnee gebildet hatte. Mein Großvater erzählte mir, dass die Hasen und Rehe vom Wald herunter bis ins Dorf gerutscht sind. Sie konnten sich nicht auf den Beinen halten. Es ist viel Wild in diesem Winter umgekommen. Auch gab es großen Schaden im Wald durch Schneebruch. Durch die große Kälte waren bei den Obstbäumen die Stämme gefroren, so dass sie im Sommer eingingen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Projektgruppe Niederhörler Geschichte (Hrsg.): Niederhörlen – wie es früher war. Geschichte und Geschichten eines Dorfes im Hinterland. Gladenbach 2000, S. 49.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2849
Schlagworte strenger Frost; Schnee
Ortsangaben Rodenbach
Zeitangabe 11.1890 - 4.1891
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter 1890/91 war ein anhaltend strenger. Schon im November trat harter Frost ein und dieser dauerte fast ununterbrochen bis in den April hinein.
Noch am 2. und 3. April war der Schulbrunnen, bei welchem ich den Eishahnen zu früh zugedreht hatte, fest zugefroren. Zu Ostern fiel ein fußhoher Schnee, welcher einige Tage liegenblieb und sogar am ersten Pfingsttage schneite es noch einmal kräftig darauf los, sodaß die Erded, wenn auch nur für einige Stunden, mit einem weißen Schleier umhüllt war.“
Bemerkungen Bericht des Lehrers Wilhelm Götz in einer Rodenbacher Schulchronik.
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Aus der Rodenbacher Schulchronik. Heimat an Lahn und Dill, Nr. 333, März 1997, S. 1.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2851
Schlagworte strenger Frost; Schnee, tiefer
Ortsangaben Sechshelden
Zeitangabe 30.12.1783 - 31.12.1783
Quellenzeitangabe
Originaltext „1783 den 30te und den 31ten December war Eine grosse Kälte. Welche 8 bis 9 grad soll höher gestiegen sein wie im Kalten winder 1709 und fiel darauf Ein sehr dieffer Schne.“
Bemerkungen Bericht des Sechsheldener Chronisten Johann Peter Haas.
Bearbeitungsstand   27.08.2009
Beleg Walter Klein: Hochwasserfluten im 18. Jahrhundert. Heimatjahrbuch für das Land an der Dill im Lahn-Dill-Kreis 40, 1997 (1996) S. 290.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2858
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1.1.1709 - 15.2.1709
Quellenzeitangabe
Originaltext In diesem Jahrhundert sind jedem die 3 Winter 1709, 1740, 1784 und 1788 der strengen Kälte wegen allgemein bekannt. Vom ersten hat der Herborn. damalige Stadtschreiber Jo. Görg Lindner in einem Protokollbuch folgendes notirt: „Um Neujahrstag fiel eine so grimmige Kälte ein, daß alles Korn, Weinstöcke, Nuß- und Obstbäume erfroren, Bäume im Wald zersprangen, und, alles öftern Eisens ungeachtet, die Mühlen still standen. Die Kälte hat einige Wochen angehalten, im Februar aufs neue angefangen, aber doch den 15ten wieder nachgelassen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 18.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2860
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1784
Quellenzeitangabe
Originaltext Die Jahre 1784 und 1788 sind jedem noch erinnerlich. In jenem sind viele hundert Obst- und fast alle Nußbäume um Herborn abgestorben.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 19.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2861
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1788
Quellenzeitangabe
Originaltext Die Jahre 1784 und 1788 sind jedem noch erinnerlich. In jenem sind viele hundert Obst- und fast alle Nußbäume um Herborn abgestorben.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 19.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2992
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes
Zeitangabe 6.1.1709 - 27.1.1709
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 6. Januar fiel ein so harter Frost ein, dergleichen in etlich 100 Jahren nicht erlebt worden. Währte fast drei Wochen und sind darin Menschen, Rindvieh, Esel in den Mühlen, Schweine, auch Vögel in der Luft erfroren. Die meisten Brunnen froren zu. Der Trunk und alles Gemüse erfror in den meisten Kellern und sprangen viele Bäume auch auf von der Kälte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 160.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3021
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes
Zeitangabe 1.1880
Quellenzeitangabe
Originaltext „Im Januar 1880 war wieder sehr bittere Kälte, welche die noch übrigen Bäume, namentlich Zwetschen und auch Apfelbäume, schwer beschädigte und zum Absterben brachte.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 178.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3023
Schlagworte milder Winter; strenger Frost
Ortsangaben Atzbach; Dorlar; Waldgirmes
Zeitangabe 1.1.1881 - 26.1.1881
Quellenzeitangabe
Originaltext „Bis etliche Tage nach Neujahr 1881 war es gelindes Wetter. In der zweiten Woche des Januar begann aber scharfe bittere Kälte bis zu 20 und 21 Grad und dauerte fort bis am 26. Januar, wo es gelinder wurde.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal (Hrsg.): Lahnau. 2000 Jahre Siedlungsgeschichte. Atzbach, Dorlar, Waldgirmes. Lahnau 2000, S. 178.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3046
Schlagworte strenger Frost; Schnee; Tauwetter; Regen; Wind
Ortsangaben Lauterbach
Zeitangabe 24.12.1764 - 31.3.1765
Quellenzeitangabe
Originaltext "Die Kälte dieses Winters finge an auf Weynachten des 1764t. Jahres, und es dauerte sehr stark und grimig biß auf Heil =3 Königs Tag. Hier gab es schon Thauwetter, und der gantze Januarii Monath ware der Witterung noch still, warm und trocken, so zwar, daß zu Ende deßelben die Schneegänße aus der Pfaltz wieder kamen: allein im Februario, wurde es noch recht kalt, und bey Eintritt dieser Källte kamen auch die Schneegänße aus Holland wieder zurück, und flohen nach der Pfaltz wieder zu. Diese Källte dauerte mit Schnee, durch den ganze Februario. Monath. Der Märtz ware sehr ungeschlacht, kalt, mit unaufhörlichen starken Winden, vielem Regen und großen Waßern, daß man auch wegen der allzu großen Näße befürchtete, die Winther=Saat mögte beschädigt werden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.06.2009
Beleg Jean Louis Tilleur: Chronica (1762-1787, 1799-1805). Stadtnachrichten einer weltbürgerlichen Enzyklopädie. Ausgewählt und eingeleitet von K.-A. Helfenbein. Lauterbacher Sammlungen, Heft 81, 1996, S. 23.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3053
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Engelrod
Zeitangabe 1.1886 - 3.1886
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Winter 1886 war beständig und schön und nicht allzu kalt. Er brachte anhaltend klares Wetter, eine herrliche Schlittenbahn. Aber die Minustemperaturen im März übertrafen bei weitem die des Januars. Nach dem Tauwetter folgte ein lieblicher Frühling und ein schöner beständiger Sommer. Die Preise waren indeß gering, obwohl die Ernte eine gute war.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.06.2009
Beleg Fotoclub Lauterbach (Hrsg.): Lautertal in alten Aufnahmen. Materialien zur Geschichte der Orte Dirlammen, Eichelhain, Eichenrod, Engelrod, Hörgenau, Hopfmannsfeld und Meiches. Lauterbach 1987, S. 46.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3055
Schlagworte Nässe; Kälte; strenger Frost; Schnee
Ortsangaben Engelrod; Hopfmannsfeld
Zeitangabe 9.1887 - 4.1888
Quellenzeitangabe
Originaltext September war wieder naß und kalt. Mitte Oktober zog der Winter ein mit Schnee und Eis und herrschte mit kurzen Unterbrechungen bis zum 20. April 1888. Man glaubte sich nach Sibirien versetzt! Wenn man bedenkt, welche Wege ich in diesen drei Wintern zu machen hatte, um den Pflichten unseres Amtes in den sieben Gemeinden nachzukommen, so muß ich es als eine Gnade Gottes ansehen, daß mir die oft lebensgefährlichen Gänge kein weiteres Nachspiel als einen vorübergehenden Schnupfen gebracht haben. Manchmal mußte ich bei dem scheußlichen Unwetter zu Fuße wandern, weil die Hopfmannsfelder hießigen Herrn Bauern erklärten: „Bei dem Wäder duhn mer kaan Gaul enaus.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.06.2009
Beleg Fotoclub Lauterbach (Hrsg.): Lautertal in alten Aufnahmen. Materialien zur Geschichte der Orte Dirlammen, Eichelhain, Eichenrod, Engelrod, Hörgenau, Hopfmannsfeld und Meiches. Lauterbach 1987, S. 46.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3064
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Limburg
Zeitangabe 1.1740 - 5.1740
Quellenzeitangabe
Originaltext Im Jahre 1740 war ein so strenger und kalter Winter, dass er dem von 1709 gleichkam und ihn, wenn nicht an Härte, so doch an Dauer übertraf. Jetzt wie damals begann die Kälte am Tag vor Dreikönige; sie dauerte bis in den Mai hinein, der so kalt war, dass am Feste Kreuzauffindung die Prozession nach Dietkirchen ausfiel; doch kamen die Elzer unter Schneegestöber hierher. An ein solches Jahr erinnert sich niemand, da im Mai kaum die Bäume grünen und blühen konnten. Im November und Dezember desselben Jahres wütete ein bösartiges Fieber so schrecklich, dass die zwei Kapläne Göbel und Schmitt innerhalb von acht Tagen von ihm dahingerafft wurden.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.06.2009
Beleg Ludwig Corden: Limburger Geschichte. Band III (1406 bis 1806). Aus dem Lateinischen übersetzt von Joseph Wingenbach, bearbeitet von Franz-Karl Nieder. Limburg 2004, S. 154.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3071
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Niedershausen
Zeitangabe 30.12.1784 - 31.12.1784
Quellenzeitangabe
Originaltext "Die Kaelte bewies ihre staerchste Kraft in der Gegend von Niedershausen von 30. auf den 31. Dec., doch soll sie, nach Anmerkung der aeltesten Leute in diesem Orte, der vom Jahr 1740 nicht gleichkommen. Sie haben zwar die Kálte des 1740 Jahres mit der Kálte des vergangenen Monats, nach dem Thermometer nicht abmessen koennen, jedennoch wollen sie es aus der Vergleichung der Wirkkung schliessen. In der Gegend von Nenderoth herum, muss die Kaelte ungleich groesser gewesen seyn, als in unserem Tal. In Odersberg z.B. musten die Leute in der Nacht vom 29. auf den 30. besagten Monats, ihr Rindvieh in den Staellen aufjagen und in Bewegung setzen, damit es der Gefahr der Erfrierung entgehen moechte.
Zu Niedershausen muss ebenfalls die Kaelte um die Zeit den groessten Grad erreicht haben: denn es war merkwuerdig, dass dem dasigen Herrn Pfarrer eun mit Wasser angefuellter Sauerbrunnenskrug auf dem Tisch in seiner Wohnstube vor Kaelte zersprungen. Dergleichenn geschahe in seinem Keller. Und er haette seine Fuesse, da er eben auf eine Predigt studierte, nicht wohl verwahret, so haette er in der Gefahr gestanden, dass sie ihm den hellen Mittag vom 30. auf den 31. in seiner Stube verfrohren waeren."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.06.2009
Beleg Arbeitskreis "Dorfjubliäum Niedershausen" (Hrsg.): 700 Jahre Niedershausen. Geschichte und Geschichten. Löhnberg 1996, S. 152.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3076
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Mittenaar
Zeitangabe 1.1.1709 - 15.2.1709
Quellenzeitangabe
Originaltext „Um Neujahrstag fiel eine so grimmige Kälte ein, daß alles Korn, Weinstöcke, Nuß- und Obstbäume erfroren, Bäume im Wald zersprangen, und, alles öftern Eises ungeachtet, die Mühlen still standen. Die Kälte hat einige Wochen angehalten, im Februar aufs neue angefangen, aber doch den 15ten wieder nachgelassen.“
Bemerkungen Aus einem Protokollbuch des Stadtschreibers Joh. Görg Lindner.
Bearbeitungsstand   20.06.2009
Beleg Helmut Groos: Mittenaar. Ein Heimatbuch. Mittenaar 1988, S. 237.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3081
Schlagworte strenger Frost
Ortsangaben Mittenaar
Zeitangabe 4.1701
Quellenzeitangabe
Originaltext 1701 Vorwinter unbeständig, starker Frost im April, Sommer trocken, reich an Frucht und Obst
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.06.2009
Beleg Helmut Groos: Mittenaar. Ein Heimatbuch. Mittenaar 1988, S. 239.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3100
Schlagworte strenger Frost; Schnee; Schneeschmelze; Hochwasser; Regen; Überschwemmung
Ortsangaben Bicken
Zeitangabe 19.12.1848 - 13.1.1849
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 19 ten December 1848 kündigte sich der Winter durch Eintritt einer strengen Kälte an, welche ununterbrochen bis zum 13 ten Januar 1849 anhielt. Den 27 ten December schneite es, jedoch nicht bedeutend, weil die Ost- und Nordostwind über 14 Tage scharf und schneidend waren, wodurch das Erdreich über zwei Fuß tief fror. Es war unterdessen allmählich die Schneemasse bis zu 1 ½ Fuß Tiefe angewachsen. In der Nacht vom 13 ten auf den 14 ten Januar schlug der Wind um und wehte am 14 ten heftig aus Westen mit starkem Regen begleitet. Dadurch schmolz die Schneemasse zusehens, daß die Bäche anschwollen und schon Nachmittags 3 Uhr aus ihren Ufern traten. Von nunan wuchs die Fluth von Minute zu Minute, daß die tiefer wohnenden Einwohner ihr Vieh: Schweine, Schafe und Rindvieh aus den Ställen bringen mußten. Auch ich war wie 1841 genöthigt, mein in den Pfarrställen befindliches Vieh in Sicherheit zu bringen.
Das Wasser stand bedeutend höher als in 1841; es bedeckte den vor der Schule gefindlichen Brunnen, strömte 1 ½ Fuß tief zwischen der Schule und der Pfarrscheune über die Straße, und durch die Thüre des Pfarrhauses und füllte den dabefindlichen Keller in einigen Augenblicken bis oben an. Von 6 bis 7 Uhr Abends war die Weidbach u. die Aar vor Johannes Ludwig Bernhammers Hause ein Wasserspiegel. Um dieselbe Zeit sah man mehrmals Blitzen. Ob die Blitze von Donner begleitet waren, konnte ich wegen den tosenden Wogen nicht hören. Andere wollen auch Donner gehört haben. Unglücke sind indessen bei dem Ganzen dahier nicht vorgekommen.“
Bemerkungen Aus der Schulchronik Bicken.
Bearbeitungsstand   22.06.2009
Beleg Helmut Groos: Mittenaar. Ein Heimatbuch. Mittenaar 1988, S. 366.
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 3107
Schlagworte Dürre; strenger Frost
Ortsangaben Reiskirchen; Großen-Buseck
Zeitangabe 1681
Quellenzeitangabe
Originaltext Dort wird auch festgehalten, daß 1681 eine große Dürre herrschte, „daß das Land ausgesehen, wie wenn es mit Feuer verbrannt wäre“. Der Trockenheit im Sommer sei ein solch harter Winter gefolgt, daß alle Mühlen eingefroren und die Menschen hart unter Brotmangel litten.
Bemerkungen Gustav Ernst Köhler: Die Geschichte von Reiskirchen, Teil II. Vom Ende des 30jährigen Kriegs bis 1914. Schriftenreihe der heimatgeschichtlichen Vereinigung Reiskirchen e.V., Nr. 27. Reiskirchen 1999, S. 7f.
Bearbeitungsstand   22.06.2009
Beleg Aus dem Großen-Busecker Kirchenbuch
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 3110
Schlagworte strenger Frost; Frostschäden
Ortsangaben Reiskirchen
Zeitangabe 1.1880 - 3.1880
Quellenzeitangabe
Originaltext 1880: Nach dem verheerenden Sommer des Vorjahres nun ein extrem harter Winter, der mit ungewöhnlicher Kälte bis in den März anhält. Im Frühjahr gibt es in Reiskirchen keine Schafe mehr. Sie verreckten sämtlich an einer Seuche, bekamen eine steinharte Leber. Man hält das nasse Futter für die Ursache. Fast noch schlimmer ist der Verlust so vieler Obstbäume, die ganze jahrzehntelang so wunderbar aufgebaute Obstlandschaft ist erfroren oder so geschädigt, daß es Jahre dauernd wird, bevor sie gesundet. Der Pfarrer weiß von einer behördlichen Zählung, nach der verloren sind: 391 Apfel- und 63 Birnbäume, 23 Kirsch- und 8, d.h. alle Nußbäume, 2482 Zwetschen und 14 Pflaumenbäume. Wenn wir bedenken, daß damals Obst wie etwa Äpfel und Zwetschen nicht nur wie heute eine Zusatzkost und Vitaminlieferanten, sondern wesentlicher Bestandteil der Ernährung waren, Hoink oft einziger Brotaufstrich, dann wird einem der erlittene Schaden deutlich. Die Landbevölkerung leidet, die wirtschaftlichen Folgen für die Bauern sind verheerend. Jede Woche wäre der Gerichtsvollzieher drei, viermal im Dorf, berichtet die Chronik, es gibt viele Zwangsvollstreckungen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   22.06.2009
Beleg Gustav Ernst Köhler: Die Geschichte von Reiskirchen, Teil II. Vom Ende des 30jährigen Kriegs bis 1914. Schriftenreihe der heimatgeschichtlichen Vereinigung Reiskirchen e.V., Nr. 27. Reiskirchen 1999, S. 51.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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