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Eintrag 4171
Schlagworte Frost; Wind, heftiger; Regen; Sonnenschein; Wetter, wechselndes; Aprilwetter; Nebel
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg
Zeitangabe 5.5.1816 - 6.5.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext Am 5 Mai in der Frühe war die Witterung hier noch ärger, als in den beiden vorigen Jahren. Die Gießbächlein verringerten sich, und es gefror überall Eis bei scharfem tobenden Winde und bei so grimmiger Kälte, daß man mit Wahrheit sagen konnte: „Noch im Mai erfror das Ei.“ Die fröhlichen befiederten Sänger in unsern noch immer kahlen und blätterlosen Hainen erstummten wieder, und benahmen uns die Hoffnung zu einem besseren Jahr, als die beiden vorigen waren. Abends 7 Uhr fing es an, stark zu regnen die ganze Nacht hindurch unter heftigen Windstößen und schauerlichem Geheule der Nord=Westwinde. Abends 9 Uhr stand der Luftwäger 9° unter Wind und Regen. Am anderen Morgen 9 Uhr zeigte er 11°, Abends 6 ½ Uhr 12°; die Winde pfiffen noch, aber der Regen hatte nachgelassen. Gegen 2 Uhr Nachmittags folgte Sonnenschein: aber bald darauf kamen wieder die so genannten Aprilstürme mit Schneegestöber, und Abends 7 Uhr umhüllten uns wässrige Wolken und sehr graue Nebel, welche blitzschnell von Nord=Westen aufstiegen, und von den kältesten brüllenden Winden über uns weggetrieben wurden. Winde und Regen hielten die ganze Nacht an.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 271–272
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4172
Schlagworte Wind, starker; Sonnenschein
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg
Zeitangabe 7.5.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "Den 7 Mai Morgens 6 Uhr zeigte der Luftwäger 13° veränderlich, Mittags 14° und Nachts 11 Uhr 12°. Morgens tobten beißende Nord=Westwinde. Mittags hatten wir Süd=Westwind mit gelindem Sonnenscheine, und selbst auf der Spitze des hohen Kreuzes war die Luft einige Stunden erträglich."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 272
Bearbeiter Jochen Ebert
   
Eintrag 4178
Schlagworte Neuschnee; Schneedecke, geschlossene; Schneeschmelze; Windstille; Tauwetter; Sonnenschein; Schneegestöber; Wind, starker; Gewitter; Mäuse, ersoffene
Ortsangaben Rhön; Kreuzberg
Zeitangabe 12.5.1816
Quellenzeitangabe
Originaltext "Der 12 Mai, wo der Luftwäger von 5° bis 7° wechselte, zeigte dem Auge den wahren Winter: wohin es schaute, war Alles weiß. Von den entfernteren Bergen erkannte man kaum die Wälder, deren nakte (sic!) Bäume so wie die auf dem Kreuzberge ganz mit Schnee bekrustet waren. Auch in den Thälern lag Schnee, welcher jedoch schon Morgens gegen 7 Uhr zu schmelzen anfing. Gegen Mittag war es windstill: wir Sonnenschein und Thauwetter; Nachmittags um 3 Uhr Schneegestöber bei starkem Westwinde. Abends sah man noch Schnee auf allen Bergen, und gegen 6 Uhr hörte man den ersten Donner rollen. Das Gewitter zog zwischen Bergen und Thälern über Sandberg, Gefäll, u. s. w. nach Süden. Um 7 ½ Uhr hatten wir Regen und schön völlige Nachtfinsterniß bei schwarzgrauem Himmel, und um 9 Uhr war der Schnee wieder so hoch wie heute frühe.
Bei solchen frostigen, traurigen, nassen und äußerst kalten Tagen verliert man beinahe die Geduld zu Wetterbeobachtungen. Gewiß kann hier noch Niemand das alte fränkische Maienlied anstimmen: „der Maie, der Maie ist gar ein’ schöne Zeit.“ Der Mai ist bis heute eine recht abscheuliche Zeit: nur tröstet uns die Hoffnung besserer Tage bei dem jetzigen anhaltenden Regen. Dieser hat wenigstens jetzt schon Millionen Reitmäuse, u. d. gl. vertilgt, welche gewiß noch größeren Schaden in Feldern und Wiesen angerichtet hätten, als es bereits geschehen ist."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   16.11.2014
Beleg Beschreibung des heiligen Kreuzberges und seiner Umgebungen, in Hinsicht auf die Erzeugnisse und Schönheiten der Natur, mit statistischen, geschichtlichen und religiösen Bemerkungen von Franz Nikolaus Baur, Dom=Vicar zu Würzburg, gedruckt auf Kosten der Freunde des Verfassers bei Johann Stephan Richter, Würzburg 1816, Nachdruck 1988, S. 277–278
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4401
Schlagworte Regenbogen; Sonnenschein; Regen
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 3.10.1646
Quellenzeitangabe
Originaltext "In während dem Sturm [Beschießung der Stadt Alsfeld durch hessen-kasselische Truppen] ist ein sehr schöner Regenbogen über der Stadt gestanden, darob sich die Bürger erfreuet, die Feinde zurückgeworfen, viele darnieden gemacht und den Sieg gegen diesen Sturm erhalten. Von denen dieser Statt aber ist kein Mann tot geblieben."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.05.2017
Beleg Eduard Edwin Becker: Die Alsfelder Chroniken des 17. Jahrhunderts. Die Chronik des M. Georg Eberhard Happel, in: MittGMVAlsfeld 5 (1918/25), S. 6–11, 13–33.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4402
Schlagworte Regenborgen; Sonnenschein; Regen
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 4.10.1646
Quellenzeitangabe
Originaltext "NB. Eben diesen Morgen Stunden aber mal ein schöner Regenbogen über der Statt Alsfeld, als man noch stürmete [beschießung der Stadt Alsfeld durch hessen-kasselische Truppen]."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.05.2017
Beleg Eduard Edwin Becker: Die Alsfelder Chroniken des 17. Jahrhunderts. Die Chronik des M. Georg Eberhard Happel, in: MittGMVAlsfeld 5 (1918/25), S. 6–11, 13–33.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   

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