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Eintrag 2505
Schlagworte Hitze; Trockenheit; Dürre
Ortsangaben Bensheim; Frankfurt; Rod; Hanau; Heppenheim; Laudenbach
Zeitangabe 1719
Quellenzeitangabe
Originaltext „ist ein noch viel hitziger Sommer gewesen, als voriges Jahr, so heiß, daß es keinem Menschen gedenken tut. Wenig Heu, gar kein Ohmet, alles verdorrt. Das Erdreich ist an unterschiedlichen Orten angangen und hat gebrannt, wie bei Offenbach, auch im Frankfurter Wald, bei Rod, Hanau, auch zwischen Heppenheim und Laudenbach. Wo fettes Erdreich war, in sumpfigen Wiesen, hats unter der Erde gebrennt, daß man den Dampf aber hat sehen aufsteigen. Die Bäume sind verdorrt, es hat kein Kraut noch Rüben geben, aber ein Austich Wein, die Ohm 4-5 fl.“

[...]

„In diesem ganzen Jahr gabs nur 3 Regen. Das Erdreich war so trocken, daß man hin und wieder einen Bettag gehalten um Regen.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.03.2008
Beleg H. Henkelmann: Die Bensheimer Hauschronik des Joh. Math. Blesinger. In: Hessische Chronik 2 (1913), S. 168f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2542
Schlagworte Hitze, wochenlange; Trockenheit; Wassermangel; Feuer; Stadtbrand
Ortsangaben Naumburg
Zeitangabe 1684 - 9.7.1684
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der 9. Juli, der 6. Sonntag nach Dreifaltigkeit, hatte alle Einwohner in der Kirche des Hl. Crescenz versammelt, um dort der Nachmittagsandacht beizuwohnen. Da ertönte plötzlich der Ruf Feuer. Alle Kirchenbesucher stürzten aus dem Gotteshaus und sahen sich einem ungeheuren Flammenmeer gegenüber. Innerhalb weniger Stunden wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Es fehlte an Wasser und Löschgeräten. … Alle Lösch- und Rettungsversuche waren vergeblich, denn in der enggebauten Stadt hatte das Feuer schon um 3 Uhr nachmittags alle Ortsteile ergriffen und fand nach der wochenlangen Hitze und Trockenheit vorher an den ausgetrockneten mittelalterlichen Bauten reiche Nahrung.“
Bemerkungen Zitiert nach: Volker Knöppel: Brand und Wiederaufbau der katholischen Stadtpfarrkirche in Naumburg, in: ZHG 96 (1991), S. 173-190, hier S. 178.
Bearbeitungsstand   05.11.2008
Beleg Karl J. Thiele: Naumburg. Bilder aus der Geschichte einer alten Stadt, 1950, S. 62.
Bearbeiter Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 2669
Schlagworte Trockenheit; Regen; Gewitter
Ortsangaben Camberg
Zeitangabe 9.4.1719 - 31.10.1719
Quellenzeitangabe
Originaltext "Das Eintausend Sieben Hundert neunzehnde Jahr ist ein erschrecklich druckenes Jahr. Es hat von Ostern bis September nicht mehr als zweymal gerechnet. Der erste dauerte nur zehn bis zwölf Vatter unser lang. Der zweyte aber etliche Stundt, und war ein Gewitter Regen. Aus Mangel des Regens seynd alle Sommerfrüchten verdorben. Die Waid ist allen Orten dürr geworden, und an theil Enden hat das Graß ausgesehen, als wann es mit Feuer verbrennt gewesen.
Der Wasem hat sich an etlichen Orten, wie eine Haut lassen abziehen. Die Bäche, welche Kein Brunnen Wasser hatten, seynd gantz ausgetrocknet, und wie wohl es Korn gegeben, so befürchtet man doch Hungersnoth, und wegen Mangel des Fuders Sterben unter dem Viehe. Am dreyzehenden September fing es an zu regnen. WIe aus den Zeitungen verlautet, so klagt man in gantz Europa den Regen. Alles Obst ist verdorben, kein Gemüß in den Gärten. Den 22ten Septembris hat es wiederum angefangen zu regnen, und etliche Finger tieg eingeweiget. Ein gleicher Regen folgte den 24ten Septembris nachmittags um 2 Uhr. Im October hat es auch einen Tag von morgendt 3, bis Abends 2 Uhr braf geregnet, wodurch der Winter Saat sehr geholfen. Wie man erzehlet, so soll das 1666te Jahr diesem gantz gleich gewesen seyn. Wie man ferner sagt, so ist das 1684te Jahr auch ein sehr drockenes jahr gewesen. Doch hat es dazumal um Jacobi angefangen zu regnen, und hat etliche Tag contieniret, daß die Leuth noch ziemlich Krommet eingeführet."
Bemerkungen Aus der "Fasti Cambergenses" des Philipp Peter Lauer.
Bearbeitungsstand   27.03.2009
Beleg F. Motyka, U. Lange: Die Camberger Chronik "Fasti Cambergenses" des Philipp Peter Lauer 1779 nebst der Familiengeschichte. Bad Camberg 1987, S. 134.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2682
Schlagworte Hitze; Trockenheit; Unwetter; Hagel; Sturm
Ortsangaben Seilhofen; Waldaubach; Heisterberg; Gusternhain; Schönbach; Roth
Zeitangabe 28.7.1857
Quellenzeitangabe
Originaltext „Außergewöhnlich steht der diesjährige Sommer da mit seiner continuierlichen Hitze und spärlichem Regen. Genannt zu werden verdient der 28. Juli d. J. Gegen Abend vielen einige Regentropfen vermischt mit einigen Hagelkörnern vonder Größe einer Erbse; aus der Ferne dröhnte der Donner und heftiger Sturm jagte das Heu in den Wiesen zusammen, so daß der Bürgermeister sammt dem Feldgerichte, Angesichts der Gemeinde eine Theilung vornahm, wobei es nicht ohne Streitigkeiten herging. Härter als wir sind andere Gemeinden unseres Kirchspiels und Amtes mitgenommen worden, namentlich zu nennen sind: Waldaubach, Heisterberg, Gusternhain, Schönbach und Roth. Die Schlossen, dick und hart, richteten daselbst große Verheerung an. Minder häufig als im sonstigen Sommer,waren die Gewitter hier, sie zogen meist nach Südost und Nordost.“
Bemerkungen Aus einer Seilhofener Schulchronik.
Bearbeitungsstand   27.03.2009
Beleg Paul Stahl: Unwetter über dem Westerwald. Heimatjahrbuch für das Land an der Dill 33 (1990), S. 103.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2807
Schlagworte Regen; Trockenheit
Ortsangaben Buchenau
Zeitangabe 1.4.1846 - 12.8.1846
Quellenzeitangabe
Originaltext „Vortsetzung der Witterung auf das Jahr 1846

Daß Regen Wetter von anfangs Aprill den 10ten Aprill hört die Näße auf und ist den ganzen Aprill vom 12ten an trocken. Den ganzen May Mohnat Trocken den ganzen Juni Trocken und Hardt den ganzen Juli Trocken und Hardt daß man nicht Ackern kann des anfangs August Bieß den 12ten da all Tage Gewüttern. Heute den 12ten August ist alle Frucht Reif und zu Hauß der Glee ist all dör und abgestorben keine Laßt Graß ist mer zu holen Die Braache liegt heut noch all die Kartoffel werden dör, Graud Rieben Saame ist schlecht.“
Bemerkungen Aus der Chronik des Sebastian Damm
Bearbeitungsstand   29.03.2009
Beleg Peter Ihm, Jürgen Westermeier (Hrsg.): 750 Jahre Buchenau an der Lahn. Blick in die Vergangenheit. Buchenau 1988, S. 66.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2822
Schlagworte Trockenheit
Ortsangaben Wissenbach
Zeitangabe 1727
Quellenzeitangabe
Originaltext Ein außergewöhnlich trockener Herbst folgt, denn es heißt: „... daß die Brunnen die im Dorf, in den Häusern und allerweg draußen stehen, kein Wasser haben und auf Christtag noch trocken gewesen sind ...“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.03.2009
Beleg Gemeinde Eschenburg (Hrsg.): 700 Jahre Wissenbach 1290-1990. Eschenburg 1990, S. 51.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2826
Schlagworte Hitze; Trockenheit; milder Winter
Ortsangaben Köddingen
Zeitangabe 7.1852 - 12.1852
Quellenzeitangabe
Originaltext „Der Monat Juli des Jahres 1852 fing mit sehr heißem Wetter an. Am 1. wurde auch der Anfang mit Heumachen vorgenommen und so ununterbrochen fortgesetzt, bis daß es einegscheuert war. Das Heugras war sehr gut gewachsen, sodaß es eine Menge Heu gab.
Auch war das viele Heu so dörr durh das anhaltende heiße Wetter eingescheuert worden, ja vielen morgens gemacht und nachmittags geladen.
Ebenso wurde des Herbstes das Grummet in Menge und Güte eingebracht ...

Die Wintermonate November und Dezember blieben wie die Herbstmonate, so daß an ihnen kein Winter erkenntlich war.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.03.2009
Beleg Karl Brodhäcker: Es war eine Kälte, dass die Vögel in der Luft erfroren. Der Köddinger Landwirt zeichnete Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch Wetterbeobachtungen auf. Heimat im Bild 36. Woche, September 2000.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2830
Schlagworte Wärme; Trockenheit; Kälte; Spätfrost; Reif; Regen
Ortsangaben Köddingen
Zeitangabe 5.1853
Quellenzeitangabe
Originaltext Maienmonat unterheilt warmes Wetter; es trocknete auf einmal ab, sodaß das Pflügen sehr hart herging und alle Gewalt von Menschen und Thieren angewendet werden mußte. Am 7. Mai änderte sich das Wetter, rauhe Winde wehten wieder und der 8. Mai war sehr kalt, brachte Schlossen. Bäume , Felder und Wälder waren noch zurück. Nachts Reif, tags Sonnenschein, jedoch sehr kalter Nordwind dauerte fort, die Vegetation stand still ...“

„Die rauhe Nordluft wehte fort und fort, das Land war sehr trocken und hart, das Gras wuchs zurück; am 19. Mai blühten die ersten Kirschbäume, das Laub an Gesträucher und Bäumen war braun gefroren, indem es noch jede Nacht reifte.“

„ ... in der Woche vom 22. bis 26. Mai war Köddingen ein Blumenmeer, es blühten alle Bäume auf einmal, auch ga es am 28. einen sehr willkommenen Regen ...“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   29.03.2009
Beleg Karl Brodhäcker: Es war eine Kälte, dass die Vögel in der Luft erfroren. Der Köddinger Landwirt zeichnete Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch Wetterbeobachtungen auf. Heimat im Bild 36. Woche, September 2000.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2850
Schlagworte Trockenheit
Ortsangaben Rodenbach
Zeitangabe 1893
Quellenzeitangabe
Originaltext „Das Frühjahr 1893 zeichnete sich durch eine so lange anhaltende Trockenheit und Dürre aus, wie sie vielleicht in dem ganzen Jahrhundert nicht vorgekommen ist. Über ein Viertel Jahr hatte es fast gar nicht geregnet und so konnten die meisten Wiesen gar nicht ausschlagen.
Es entstand großer Futtermangel und manche Leute ernteten noch nicht einmal den vierten Teil Heu, als in den anderen Jahren.
Es mußte viel Vieh abgeschafft werden, manchmal für Spottpreise.
Viele Leute befürchteten schon eine Hungersnot, aber der Herr in der Höhe hat alles wieder gut gemacht und wieder von neuem seine Verheißung bekräftigt: „So lange die Erde stehet, soll nicht aufhören Samen und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“.“
Bemerkungen Bericht des Lehrers Wilhelm Götz aus einer Rodenbacher Schulchronik.
Bearbeitungsstand   09.04.2009
Beleg „Das Frühjahr 1893 zeichnete sich durch eine so lange anhaltende Trockenheit und Dürre aus, wie sie vielleicht in dem ganzen Jahrhundert nicht vorgekommen ist. Über ein Viertel Jahr hatte es fast gar nicht geregnet und so konnten die meisten Wiesen gar nicht ausschlagen. Es entstand großer Futtermangel und manche Leute ernteten noch nicht einmal den vierten Teil Heu, als in den anderen Jahren. Es mußte viel Vieh abgeschafft werden, manchmal für Spottpreise. Viele Leute befürchteten schon eine Hungersnot, aber der Herr in der Höhe hat alles wieder gut gemacht und wieder von neuem seine Verheißung bekräftigt: „So lange die Erde stehet, soll nicht aufhören Samen und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“.“
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2864
Schlagworte Dürre; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 4.1669 - 9.1669
Quellenzeitangabe
Originaltext war von April an bis zum September eine schreckliche Dörre. Es wurde darum auf den 6ten October d. J. ein allgemeiner Fast-, Bus- und Bettag im Dillenburgischen gefeiert.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2868
Schlagworte Nässe; Kälte; langer Winter; Hitze; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1683 - 1684
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Sommer des ersten Jahres war wieder sehr naß. Am 25ten Nov. fiel große Kälte ein, die bis 6ten Febr. des folg. Jahres anhielt. Der Sommer darauf war sehr heis und trocken. Daher kam eine frühzeitige Erndte. Man hatte schon am 9ten Jul. Brod von der diesjährigen Frucht.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 21.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2874
Schlagworte kalter Winter; Wärme; Hitze; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1691
Quellenzeitangabe
Originaltext Januar, Febr. und März waren sehr kalt: darauf ward es sehr warm und im Jul. und Aug. ungewöhnlich heiß. Bis zum Decemb. hin war es sehr trocken. Vom Aug. an grassirte die Ruhr.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 22.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2880
Schlagworte milder Winter; Trockenheit; Nässe
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1699
Quellenzeitangabe
Originaltext Jänner und Hornung sehr gelinde. Jun. und Jul. sehr trocken. August naß; und der Herbst sehr schön. Es war fast alles sehr theuer.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 23.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2882
Schlagworte Spätfrost; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1701
Quellenzeitangabe
Originaltext Der Vorwinter war sehr unbeständig. Im April fiel starker Frost ein. Der Sommer war trocken.
Es war ein Frucht- und Obstreiches Jahr!
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 23.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2886
Schlagworte langer Winter; Schnee; Hitze; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1705
Quellenzeitangabe
Originaltext Es war sehr kalt bis zum Mai hin. Noch am 26. d. M. fiel ein kein tiefer Schnee, der sehr vielen Schaden anrichtete. (Dergleichen Klagen liefen fast von allen Orten Deutschlandes ein.) Der ganze Sommer bis in den späten Herbst war sehr heiß und trocken.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 24.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2892
Schlagworte Trockenheit; Regen; Sturm
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 5.1717 - 12.1717
Quellenzeitangabe
Originaltext Von Pfingsten an bis zu Ende Nov. sehr trocken. Im Dec. tratt regnerische und stürmische Witterung ein.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 24.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2894
Schlagworte milder WInter; kalter Frühling; Regen; Schnee; Hitze; Trockenheit; Mißernte
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1719
Quellenzeitangabe
Originaltext Jänner, Febr. und März waren regnerisch; vom 26. März bis zum 5ten April Kälte und Schnee, auch viele Nordlichter. Im Mai frassen die Raupen alles Laub weg. Im Sommer, der sehr heis und trocken war, schlugen die Bäume zum 2tenmale wieder aus: und viele starben ab. Vom März an bis zum 27sten Sept. dauerte die Dürre. Nur den 2. und 8. Jul. regnete es ungewönlich. Sommerfrüchte und Gartengewächse verdarben ganz, auch das Grummet: aber Korn und Waizen geriethen ungemein.

NB. a) In den Weinländern war die Erndte sehr gut gewesen. Daher der Pfälzerwein zu Herborn galt 5 alb. sonst 10; und der Moseler 6 alb.

NB. b) Am 8. Aug. ward zu Herborn bei Rath beschlossen, ein groses Kapital gegen übliche Zinsen aufzunehmen und Früchte aufzukaufen, um den besorglichen Mangel vorzubeugen.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 24f.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2898
Schlagworte Kälte; Schnee; kühler Sommer; Trockenheit
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1723
Quellenzeitangabe
Originaltext Die Monate Jan. Febr. und März wechselten mit Kälte und Schnee ab. Im Monat Julius war es so rauh und kalt, daß man in Herborn die Speisen auf den Oefen kochte. So war der Sommer durchaus und trocken dabei. Am 3. Nov. fiel der erste durchdringende Regen. Es gab viel Waldmastung.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 26.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2899
Schlagworte milder Winter; Regen; kalter Frühling; Spätfrost; Trockenheit; Nässe
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1.1724 - 12.1724
Quellenzeitangabe
Originaltext Vom Januar bis März warm und regnerisch. März, April und Mai rauh und kalt. Die Blüthe erfror. Vom Jun. bis Sept. sehr trocken. October regnerisch. Am 30. Nov. stellte sich Kälte ein, die bis zum 25. d. M. dauerte. Nun erfolgte nasse Witterung bis zum Ende des Jahrs. Die Erndte war sehr kärglich. Ruhr und Stickhusten grassirten sehr im Sommer, und rafften viele weg.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   20.06.2013
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 26.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   
Eintrag 2900
Schlagworte Trockenheit; Gewitter; Regen
Ortsangaben Herborn
Zeitangabe 1725
Quellenzeitangabe
Originaltext Januar, Februar und März hatten liebliche Sommertage: aber kalte Winternächte. Der April war durchaus warm und hatte etliche Gewitter: daher auch in demselben alle Obstbäume blüheten. Vom 25. April bis Jul. war es rauh und regnerisch. Der August kalt und naß; der September halb trocken, und dann folgte Nässe bis zum 8ten Oct. Es blieb bis zu Ende des Jahrs gelinde Witterung.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.04.2009
Beleg Johann Hermann Steubing: Topographie der Stadt Herborn. Marburg 1792, S. 26.
Bearbeiter Johannes Hofmeister
   

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